Jugendliche übernehmen die Isnyer Feuerwache

Lesedauer: 3 Min
 Die Jugendlichen vom Jugendrotkreuz und von der Jugendfeuerwehr mussten unterschiedlichste Einsätze bewältigen.
Die Jugendlichen vom Jugendrotkreuz und von der Jugendfeuerwehr mussten unterschiedlichste Einsätze bewältigen. (Foto: Feuerwehr Isny)
Schwäbische Zeitung

An einem Wochenende im Juli übernahmen die Jugendlichen des Jugendrotkreuzes und der Jugendfeuerwehr für 24 Stunden die „Berufsfeuerwehrwache“ in Isny.

Los ging es laut Pressemitteilung der Feuerwehr Isny für die 18 Mädels und Jungs um 15 Uhr. Nach einer kurzen Einweisung wurde die Fahrzeugeinteilung durchgeführt. Das Jugendrotkreuz besetzte hierzu einen Rettungswagen und die Jugendfeuerwehr den Lösch- und Rüstzug der Aktiven.

In den 24 Stunden mussten insgesamt 21 Übungen unterschiedlicher Art abgearbeitet werden, mal mussten die Hilfsorganisationen Übungen gemeinsam bewältigen, manchmal auch alleine. Zwischen den Übungen gab es Theorieunterricht und es wurde aufgeräumt – wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr. Selbst eine eigene Leitstelle wurde bezogen, diese koordinierte und alarmierte die Übungen. Die Übungen wurden von den Aktiven Feuerwehrangehörigen organisiert und als realitätsnahe Einsätze vorbereitet.

Vom kleinen Mülleimerbrand, über eine Ölspur bis hin zum größeren Sperrmüllbrand auf dem Festplatz. Letzterer bekam eine besondere Aufmerksamkeit, da in der lauen Sommernacht das Feuer von Aufmerksamen Isnyern mehrmals der Rettungsleitstelle in Ravensburg gemeldet wurde. Diese wurde jedoch, wie auch alle anderen notwenigen Behörden, vorher durch die Feuerwehr informiert. „Die Bevölkerung hat absolut richtig gehandelt und die Leitstelle informiert, es hätte auch ein realer Brand sein können“, lobt Jugendwart Riccardo Zanelli. Aber auch diesen Einsatz meisterten die Jugendlichen hervorragend. Das Jugendrotkreuz versorgte über den Tag bewusstlose Personen oder behandelten gestürzte Radfahrer.

Ein gemeldeter Waldbrand entpuppte sich schnell zum gemeinsamen Grillen auf der Familienspielwiese. Kurz vor der Nachtruhe musste noch eine vermisste Person in Neutrauchburg gesucht werden, bevor es am nächsten Morgen mit den Übungen weiterging. Gegen 13 Uhr fand dann die Abschlussübung im ehemaligen Sportsanatorium statt. Danach wurden die Jugendlichen, ziemlich geschafft, aus dem Dienst entlassen.

Jugendwart Riccardo Zanelli zeigte sich sehr zufrieden und auch die Jugendlichen können es kaum erwarten, bis die nächste 24-Schicht beginnt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen