Isnyer Segelflieger legen 60 000 Kilometer zurück

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 Sobald es das Wetter erlaubt, kreisen über Isny die Segelflugzeuge, die auf dem Flugplatz im Rotmoos starten. Verborgen bleiben
Sobald es das Wetter erlaubt, kreisen über Isny die Segelflugzeuge, die auf dem Flugplatz im Rotmoos starten. Verborgen bleiben Beobachtern in der Stadt dagegen die beachtlichen Zeiten in der Luft und zurückgelegten Strecken der Piloten. (Foto: Luftsportgruppe Isny)
Schwäbische Zeitung

Die Luftsportgruppe Isny vermeldet ein erfolgreiches Flugjahr 2018: Nach ihren Starts auf dem Segelflugplatz im Rotmoos legten die Segelflieger laut Schriftführer Fritz Lingg knapp 60 000 Kilometer zurück, was grob überschlagen eineinhalb Erdumrundungen entspricht. Und das allein mithilfe der Sonnenenergie.

Pilot Axel Schulz erreichte in der Vereinswertung Platz eins mit 13 935 geflogenen Gesamtkilometern und 185 Flugstunden, auf Platz zwei folgt sein Sohn Jan Schulz, der in 163 Flugstunden 10 570 Kilometer zurücklegte. Ausbildungsleiter Christian Lakeberg schaffte 9279 Kilometer in 125 Flugstunden, was Platz drei bedeutet.

Der beste Flug auf Vereinsflugzeugen gelang laut Pressebericht Bernd Sauter auf dem „Duo Discus“ am 26. Juli 2018: In neun Stunden Flugzeit legte er eine Strecke von 747 Kilometern zurück. Die längste Einzelstrecke erflogen Christina und Harry Hecht, die ebenfalls am 26. Juli in neun Stunden Flugzeit mit ihrem Doppelsitzer „Arcus“ 772 Kilometer absolvierten.

„Die gerne von den Piloten anvisierte Überschreitung der 500-Kilometer-Grenze gelang den Isnyer Streckenflugpiloten im Jahr 2018 insgesamt 30 Mal, elfmal wurden die 600 Kilometer überschritten und zweimal sogar 700 Kilometer“, schreibt weiter.

Schulz wird vom Luftsportverband geehrt

Besonders hervorzuheben sei die Leistung des 18-jährigen Jungpiloten Jan Schulz: „Er erflog sich fünfmal Strecken über 500 Kilometer mit einem Flugzeug der sogenannten Clubklasse, vergleichbar mit einem Kleinwagen.“ In der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug habe er damit Platz sechs in der Clubklasse allgemein und Platz fünf in der Clubklasse der Junioren von Baden-Württemberg erreicht. Dafür sei Schulz vom Baden-Württembergischen Luftsportverband geehrt worden.

„Aber auch unser Flugschüler Fabian Fischer erbrachte beachtliche Leistungen“, betont Lingg, mit einer „K8“, einem Holzflugzeug aus dem Baujahr 1962, habe er einen fünf Stunden und 40 Minuten dauernden Segelflug rund um Isny geschafft und sich in der vereinsinternen Wertung um den „eisernen Hintern“ auf Platz zwei positionieren. Ursprung der Titelbezeichnung sei, dass Piloten in der „K8 tatsächlich nur auf einem schmalen Holzbrett“ säßen. Die Leistung sei 2018 nur von Gunnar Kleebank übertroffen worden, der mit einer „Ka6“ gleichen Baujahres einen Streckenflug von 322 Kilometern in sechs Stunden und neun Minuten zurücklegte und so auf Platz eins flog. Auch die Schulung des Nachwuchses kam laut Lingg nicht zu kurz. Die Luftsportgruppe habe derzeit elf Flugschüler, von denen drei kurz vor Abschluss der Theorieprüfung stehen und somit die Möglichkeit hätten, dieses Jahr ihren Pilotenschein zu erhalten. Ihre ehrenamtlich arbeitenden Fluglehrer absolvierten im vergangenen Jahr 593 Schulstarts und 172 Schulstunden oder betreuten sie vom Boden aus.

„Alles in allem liegt eine erfolgreiche Saison hinter den Isnyern Segelfliegern, für dieses Jahr hoffen wir auf eine ebenso erfolgreiche, unfallfreie Saison mit sehr vielen schönen Flügen“, schreibt Lingg und lädt „interessierte Fußgänger dazu ein, dieses schöne Hobby kennenzulernen und bei uns einmal mitzufliegen oder es auch als Schnupperpilot selber auszuprobieren“.

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