Isnyer Kult-Musikbar eröffnet wieder mit neuen Betreiberm

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 Zwei junge Gesichter im Isnyer Nachtleben: Anne Mann und Nils Mayer eröffnen als Betreiber am 18. Januar die Musikbar „Eberz“ a
Zwei junge Gesichter im Isnyer Nachtleben: Anne Mann und Nils Mayer eröffnen als Betreiber am 18. Januar die Musikbar „Eberz“ an der Espantorstraße wieder. (Foto: Tobias Schumacher)

Der Übergang erfolgt nahezu nahtlos, vieles soll gleich bleiben, doch neue Pläne haben Anne Mann (18) und Nils Mayer (21) trotzdem: Am 18. Februar eröffnen die beiden jungen Isnyer, auch privat ein Paar, die Kult-Musikbar „Eberz“ wieder. Nach nicht einmal drei Wochen Pause, reichlich Malerarbeiten und einem „eingeschobenen Konzert im kleinen Rahmen“, mit dem sich Silke Denniger und Stefan Mesmer nach achteinhalb Jahren als Betreiber verabschiedet hatten – neben ihrer Silvesterparty zum zweiten Mal.

„Die Philosophie bleibt erhalten: Alle Menschen sind willkommen“, freut sich Anne Mann, da auch die bisherigen Mitarbeiter weitermachen und die Öffnungszeiten gleichbleiben. Frank „Franklin“ Müller bleibt als Techniker und gute Seele des Hauses erhalten, das Kellergewölbe soll weiter bei Konzerten „unterschiedlichster Musikrichtungen“ erzittern. Nils Mayer weist lediglich auf optische Änderungen hin, mit der „äußerlich gezeigt wird, dass es neue Betreiber gibt: Im bisher roten Raum haben wir die Decke weiß gestrichen, dass er heller wirkt.

Das auch mit Blick auf die wohl einschneidenste Änderung: Das junge Paar will die Küche reaktivieren: „Wenn wir im Eberz völlig angekommen sind, machen wir ab Februar, März unter der Woche eventuell auch als Tagescafé auf“, gibt Anne Mann erste Pläne bekannt. Als Zielpublikum nennt sie „Schüler oder Studenten, die nicht nur Butterbrezen, Döner oder bei McDonalds essen wollen“, oder auch die Besucher des Wochenmarkts am Donnerstag.

Vom Gesundheitsamt wurde die Küche jüngst abgenommen, die Stadtverwaltung habe ihnen die Konzession erteilt, berichteten die Jungwirte zwei Tage vor der Eröffnung glücklich, ein wenig erschöpft und voller Vorfreude. Was sich auch beibehalten wollen, ist, dass das „Eberz“ außer der Reihe den Vereinen als Treffpunkt offensteht, etwa für die Helfer beim Theaterfestival, aber auch andere Vereine auf Anfrage. Ob sich die „Denkbar“ ebenfalls wie bisher am Montag dort trifft, ist laut deren Verantwortlichen noch offen. Vermutlich einmalig weichen sie am Montag, 21. Januar, ab 20 Uhr ins Nebenzimmer im Hotel „Hohe Linde“ aus.

Der Entschluss, das „Eberz“ zu betreiben, sei „eine lustige Geschichte – wir haben unabhängig voneinander überlegt, dass es cool wäre, ein Café oder eine Bar zu betreiben“, erzählt Anne Mann, die bereits in einem Café gearbeitet hat. An einem Abend hätten sie als Gäste erfahren, dass Silke Denniger und Stefan Mesmer aufhören. „Erst haben wir gedacht, es wäre schade, wenn es das Eberz nicht mehr gäbe“, erzählt das Paar, „doch dann haben wir gleich intensiv überlegt – es war nachts um 2 Uhr –, ob wir das übernehmen. Und diese Gedanken wurden in den Tagen danach immer intensiver, seitdem geben wir Vollgas.“

Nach Gesprächen mit den bisherigen Betreibern, Internetrecherchen zu Konzessionen und Auflagen und Gesprächen mit den Vermietern „Skrodski & Keck“ sei „alles Schlag auf Schlag“ gegangen. Anne Mann erzählt, nach dem Abitur 2018 habe sie ursprünglich „ein bisschen arbeiten und dann rumreisen“ wollen, „jetzt mache ich halt das Eberz und habe darauf richtig Bock!“, ruft sie aus. Nils Mayer „pausiert“ mit seiner Ausbildung zum Veranstaltungstechniker in München. Für wie lange, lässt er offen, aber immerhin haben sich Schulfreunde aus der bayerischen Landeshauptstadt zur Eröffnungsparty am Freitag angekündigt.

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