Isnyer DAV kooperiert mit den Allgäuern

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Die Familiengruppe beim Klettern in der Rainsporthalle.
Die Familiengruppe beim Klettern in der Rainsporthalle. (Foto: DAV Isny)

Die Isnyer Sektion des Deutschen Alpenvereins wächst weiter: Auf der Jahresversammlung in der Mensa des Schulzentrums konnte Vorsitzende Irene Schauer die stolze Zahl von 1372 Mitgliedern verkünden. Was aus mehreren Gründen erfreulich sei: Der städtische Zuschuss zur Vereinsförderung erhöhe sich von 1370 Euro im Jahr 2017 auf 1575 Euro zum Stichtag der Zählung. „Insgesamt verjüngen sich auch die Jugendleiter, das ist positiv“, sagte Schauer, zudem stärke der Zuwachs ehrenamtliches Engagement überhaupt, für jene, die es ausüben ebenso wie für die Gemeinschaft. Das zu unterstreichen, war der Vorsitzenden besonders wichtig: „Das DAV-Ehrenamt ist eine persönliche Bereicherung.“

Aus Erhebungen des Hauptvereins trug sie vor, dass DAV-Mitglieder deutschlandweit im vergangenen Jahr 1,858 Millionen Stunden an freiwilliger Arbeit geleistet hätten, was „fast 28 Millionen Euro Wertschöpfung entspricht“, sagte Schauer. Die Sektion Isny strukturiert sich in 701 sogenannte „A-“ und 265 „B-Mitglieder“, 206 im Familienverband, 91 Junioren, 31 Gastmitglieder sowie 20 Kinder und Jugendliche. Als neuen Unterstützer für die Sektions-Homepage stellte die Vorsitzende unter dem Beifall der Anwesenden Rainer Kathan vor, der an der NTA studiert. Zugleich warb sie: „Wir suchen noch jemanden für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“.

Schulterschluss mit den Bayern

Einen Schulterschluss gibt es mit den Sektionen im bayerischen Allgäu, die Isnyer übernehmen von dort die sogenannte „LVS-Karte“. Sie wird ausgegeben nach einer Prüfung zur „Einfach-Verschütteten-Suche“, Modalitäten erklärt ein Handzettel. Wer die Karte erwirbt, kann künftig „bei Touren der DAV-Sektionen bis nach Augsburg mitmachen“, sagte Schauer. Auch sei das Verhältnis mit den Nachbarschafts-Sektionen in Wangen, die 2019 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, und jener in Leutkirch „ein Gewinn, es gibt zweimal im Jahr einen Austausch“.

Überleitend zum Kassenbericht, den der zweite Vorsitzende Armin Ludwig für den verhinderten Schatzmeister Kurt Smuda vorlegte, unterstrich Schauer zum Abschluss ihrer Ausführungen: „Wir verlangen keine Gebühren für unsere Kurse, darüber gibt es bei uns auch noch keine Diskussion“, der Leutkircher DAV verlange beispielsweise für einen Kletterkurs 50 und für Ausflüge zehn Euro.

Als Einnahmen nannte Ludwig dank höherem Mitgliederstand 46 154 Euro, der Plan für 2018 sieht eine weitere Steigerung auf 47 000 Euro vor, Smuda hatte fürs vergangene Jahr mit 42 500 Euro kalkuliert. Größter Posten bei den Ausgaben waren 32 145 Euro Abgabe an den Hauptverein (geplant: 27 500). Bei Tourenführungen, Vereinsführung, Veranstaltungen sowie für Familie und Jugend lagen die Aufwendungen stets einige hundert Euro unter dem Planansatz, lediglich die Ausbildungsaufwendungen von 3300 Euro lagen 700 Euro über der Schätzung.

Die „Abrechnung der Ehrenamtstätigkeit“, gemeint sind die Vergütungen für Touren- oder Gruppenleiter, die diese als Spende dem DAV überlassen, ergab ein Plus von 1052 Euro. Unterm Stich standen für die Sektion 654 Euro „Mehreinnahmen – eine Punktlandung“, zitierte Ludwig Kurt Smude, verbunden mit dessen Einschätzung, dass das Geld gut verwendet werde: „Unsere Hauptaufgabe ist, die Leute in die Berge zu bringen.“

Die Kasse verzeichnete zum 1. Januar 2018 einen Bestand von 33518 Euro, mehr wolle Smuda auch nicht „anhäufen“, sagte Ludwig. Willi Dorner und Helmut Natterer bescheinigten als Kassenprüfer, die 290 Buchungen durchgesehen hatten: „Die Kasse stimmt auf den letzten Cent.“ Vorstand und Kassier wurden einstimmig entlastet, wie auch der Kostenplan für 2018 verabschiedet. Als Beirat verabschiedete sich Hermann Singer, Joachim Netzer wurde einstimmig als Nachfolger gewählt.

20 Mitglieder in der Jugend

Dann berichteten die Gruppenleiter über die Vereinsarbeit: Montserrat Garcia über die Familiengruppe (siehe Bericht unten) und Ralf Groß vom „Kids-Klettern“ jeden Freitag in der Halle in Seltmanns. Was dort passiert, führten einige Kinder auf der Mensa-Bühne vor. In der Jugendgruppe sind rund 20 Mitglieder aktiv. Die Alpinjugend brachte es laut Armin Schapp rund um Touren, Skibergsteigen und Lawinenkunde zudem auf 30 beachtliche Ausbildungstage.

Eduard Hopf war beim Rückblick auf die Wintertouren wichtig, „dass nichts passiert ist“ dank der guten Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Fachübungsleitern, die die qualifizierten Kräfte entlaste. Eine umfangreiche Bilderschau ließ zuletzt 34 Sommertouren mit 330 Teilnehmern 2017 Revue passieren, darunter Exkursionen in den Himalaya, die Hohe Tatra und auf den Piz Palü. Der Tourenplan 2018 ist im Internet zu finden, geplant sind unter anderem Hochtouren auf den Piz Buin, den Großvenediger, der zweite Teil der Mont-Blanc-Umrundung und einige Tage in den Pyrenäen.

Bei einer Gegenstimme und acht Enthaltungen stimmte die Mitgliederversammlung dem Beitritt zum „Freundeskreis Riedberger Horn“ zu – dies erfolgte allerdings vor der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die Pläne für die Skischaukel zwischen Balderschwang und Grasgehren aufzugeben.

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