Isny lädt zum Jubiläumsauftakt „isnyaicher22“ ein

Schwäbische.de

Mit Musik, Reden und Brennnesselsuppe begeht Isny am Samstag, 21. Mai, den offiziellen Auftakt des Jubiläums „isnyaicher22“ und eröffnet die Ausstellung im „aichermagazin“ im Kurpark. Eingeladen sind alle Isnyer und Freunde der Stadt, teilt Isny Marketing mit.

„Wir freuen uns wahnsinnig nach den Monaten des Vorbereitens und Dank vieler fleißiger Hände nun die Ausstellung zu Otl Aicher und Isny Allgäu zu eröffnen,“ sagt Karin Konrad von der Projektgruppe „Aicher“ von Isny Marketing (IMG) erfreut. Das Team organisiert das Jubiläum anlässlich des 100. Geburtstags Otl Aichers im Auftrag der Stadt und mit Unterstützung der Baden-Württemberg-Stiftung. Der Samstag liege zwar acht Tage nach Aichers Geburtstag am 13. Mai, sei aber bewusst gewählt worden: Am 22. Mai 1982 wurde in der Gotischen Halle in Isny die Ausstellung präsentiert, mit der Aicher zuvor in Stuttgart die Bildzeichen erstmals der Öffentlichkeit präsentierte.

Die Ausstellungseröffnung beginnt um 11 Uhr mit den Reden von Bürgermeister Rainer Magenreuter und der Historikerin Daniela Baumann. Währenddessen verschwindet die Umhüllung, die die Firma Ort & Kolb angebracht hatte. Einen Großteil der Kosten dafür hat die Isnyer Druckerei als Sponsoring übernommen. Der offene und lichtdurchflutete Ausstellungsbau kann individuell oder im Rahmen einer der Kurzführungen mit Gästeführerin Petra Frey besucht werden. Neben den Bildzeichen sind QR-Codes angebracht, hinter denen sich hörbare Geschichten lokaler Stimmen verbergen. Die Besucher können mit dem eigenen Smartphone und Kopfhörern den Interviews, Anekdoten und Mundarten lauschen und werden mitgenommen in die Zeit der Reformation, in die Kirchen, in die Backstuben, hinein ins Rathaus, in die Moore, Mühlen und Wälder, auf den Wochenmarkt, in die Gast- und Bauernhäuser.

Die kulinarische Stärkung des Festes aus Brennnesseln ist ein augenzwinkernder Hinweis auf Otl Aicher. Wilde oder kultivierte Kräuter standen auch in Rotis hoch im Kurs – dort lebte und arbeitete Aicher bis zu seinem Tod 1991. Von dieser Zeit, in der die Bildzeichen entstanden und in der die Verbindung zu Isny wuchs, erzählt die Ausstellung im Inneren. Sie erzählt auch von der Gemeinschaft, die Aicher dort schuf, von den Festen und dem Feiern. „Die Auftaktveranstaltung ist dem ein wenig nachempfunden“, betont Katharina Proebster von IMG. Nach dem offiziellen Teil ertönen moderne jazzige Töne des Alphorns und der Jodlerstimme von Hedwig Roth und Johannes Bär aus dem Allgäu. Pünktlich zum Auftakt hat die hiesige Brauerei Stolz das „Zwickel“ neu aufgelegt und es zum Jubiläumsbier gemacht.

Nebst der Begegnung mit dem Menschen und dem Gestalter Otl Aicher, stehen die Bildzeichen, die er einst für Isny schuf, im Mittelpunkt – nicht nur in der Ausstellung, sondern auch bei ihrer Eröffnung. Ab dem 21. Mai sind sie im A-1-Format im hochwertigen Siebdruck als Sonderanfertigung auf Bestellung im Isny Shop erhältlich. Jedes der 136 Motive ist individuell wählbar und wird von der Druckerei Ort & Kolb hergestellt. Mit der Ausstellungseröffnung fällt zugleich der Startschuss für das Begleitprogramm, dessen verschiedene Rubriken mit hinein in Stadt und Region nehmen.

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