Isny hat wieder einen „grünen“ Ortsverband

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 Leisten künftig gemeinsame Parteiarbeit: Die neu gekürten Isnyer Ortsverbandsvorstände Karl-Heinz Hekler und Dorothee Natalis s
Leisten künftig gemeinsame Parteiarbeit: Die neu gekürten Isnyer Ortsverbandsvorstände Karl-Heinz Hekler und Dorothee Natalis sowie Kreisverbandsvorstand Kai Friedrich und Kreisschatzmeister Wilfried Fischer (v. l.). (Foto: Tobias Schumacher)

In Isny gibt es wieder einen Ortsverband von „Bündnis 90/Die Grünen“. Er wurde am Donnerstag vergangener Woche ins Leben gerufen und organisiert sich zusammen mit Vertretern aus Argenbühl. Zu den zwei Vorständen wählten 15 anwesende Parteimitglieder – darunter auch Neuzugänge, die im Gasthof Sonne in Neutrauchburg eine Beitrittserklärung unterschrieben – in geheimer Wahl einstimmig Dorothée Natalis und Karl-Heinz Hekler aus Isny.

Ihnen zur Seite steht künftig ein siebenköpfiger Beirat, den die Versammelten per Akklamation und im Paket bestimmten. Gewählt wurden Simone Kern und Lutz Michael aus Argenbühl sowie die Isnyer Hedy Hahn, Ute Trzinski, Markus Danieli, Martin Hermann und Jörg Lausch.

Empfehlung von Franz Musch

Zunächst stand im Raum, dass die Vorstandsposten paritätisch zwischen Argenbühl und Isny aufgeteilt werden. Das Vorhaben durchkreuzte Franz Musch (der sich als „einer der allerletzten grünen Gemeinderäte in Isny“ in der Vergangenheit vorstellte), indem er an seine einstige Isnyer Parteikollegin Ilse Gölker erinnerte, die Mutter von Dorothée Natalis. Der Mädchenname war den Anwesenden Vorstandempfehlung genug.

Der Gründungsversammlung wohnten fast 30 Interessierte bei. Als „sehr erfreulich“ bezeichneten Natalis und Hekler „die große Bereitschaft aus der Mitte der Teilnehmer“, bei der Kommunalwahl am 26. Mai für den Isnyer Gemeinderat zu kandidieren. Auf die Liste setzen ließen sich neben Natalis und Hekler auch Petra Eyssel, Claudia Müller, Ute Trzinski, Markus Danieli, Jörg Lausch, Harald Strittmatter und Ingo Zenth. Die beiden Vorstände kündigten an, durch persönliche Ansprache weiterer Personen, die „an grünen Themen interessiert sind“, möglichst eine Liste mit 20 Gemeinderatskandidaten zustande zu bekommen und baten alle Anwesenden um weitere Vorschläge und Unterstützung.

Nach einer sachlichen, aber auch kontrovers geführten Diskussion einigten sich die Versammelten darauf, bei der Gemeinderatswahl als Liste von „Bündnis 90/Die Grünen“ anzutreten. Sie soll für parteilose Kandidaten offen sein, aber namentlich nicht als „grünen-offene“ Liste ins Rennen gehen. Als Termin für die endgültige Nominierungsversammlung wurde der 21. Februar festgesetzt. Eine Woche vorher, am 14. Februar, soll erstmals der „Treffpunkt grünes Isny“ stattfinden, der künftig als regelmäßiges Treffen jeweils am zweiten Donnerstag im Monat abgehalten werden soll.

Die Gründungsformalitäten wickelten Vorstand Kay Friedrich und Schatzmeister Wilfried Fischer vom Kreisverband Wangen ab. Ihnen zur Seite stand Kreistagsmitglied Siegfried Spangenberg, der dem neuen Ortsverband als „Starter-Kit eine grüne Beach-Flag“ schenkte. Über die Symbolik wurde gewitzelt: „Nicht das Fähnchen nach dem Wind richten, sondern die Segel richtig setzen“, mahnte Spangenberg, während die Isnyer mögliche Standorte für das Windspiel erwogen: Baggersee, Badsee oder Beach-Volleyballplatz am Stephanuswerk.

Vorstandssprecher Friedrich verlas ein Grußwort von Petra Krebs, in dem die terminlich verhinderte Landtagsabgeordnete an die Ergebnisse der „Grünen“ bei den jüngsten Wahlen zum Landtag 2016 und zum Bundestag 2017 erinnerte. Die hätten sie „umgehauen“, im Allgäu gebe es „so viele Grüne wie nie zuvor“, und Isny sei eine „Grünen-Hochburg“. Der neue Ortsverband Isny-Argenbühl, neben jenem in Bad Waldsee der zweite im Kreis, sei eine „Jungpflanze“, der sie ein erfolgreiches Wachstum wünsche.

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