„In Kanada ist das Glas immer halbvoll“

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 Der Vortrag von Rainer Hamberger mit Geschenken von kanadischen Freunden: eine indianische Festjacke und ein Biber.
Der Vortrag von Rainer Hamberger mit Geschenken von kanadischen Freunden: eine indianische Festjacke und ein Biber. (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Karl-Heinz Schweigert

„In Kanada ist das Glas immer halbvoll“: Mit diesen wenigen Worten hat Rainer Hamberger in seinem Vortrag über das zweitgrößte Land der Erde am Montagabend im Saal der Argentalklinik die Mentalität der gut 35 Millionen Einwohner trefflich beschrieben: „Sie sind immer gut aufgelegt, sehr angenehm, entspannt, interessiert und hilfsbereit“, so die generelle Erfahrung des Referenten, der neben vielen Reisen in das nordamerikanische Land auch dort mit seiner Familie fünf Jahre gelebt und gearbeitet hat.

Der versierte Reisejournalist und Fotograf verstand es daher besonders, lebendig anschaulich in freier Rede mit spannenden Geschichten, ausgesuchten Bildern und Videosequenzen konzentriert in über 90 Minuten den gebannten Zuschauern die außerordentliche Weite und Schönheit des Landes zwischen den Meeren nahe zu bringen.

Reise beginnt an Ostküste

Seine „Bilderreise 8000 Kilometer quer durch Kanada“ begann dabei an der Ostküste, am Atlantik mit der dort weltweit höchsten Tide von bis zu 15 Meter. Über Neufundland und die „Straße der Eisberge“, führte die Route zu den Städten Québec, Montreal, Toronto und zur Hauptstadt Ottawa bis hin zu den Rocky Mountains und der Küste des Pazifischen Ozeans. Erlesen dabei Hambergers Blicke vom Flugzeug, Gleitschirm und Kanu aus, wie die hautnah spannenden Begegnungen mit mächtigen Eisbären und Grizzlys. Neben faszinierenden Bildern über Fauna und Flora gelingt es dem erfahrenen Kenner des Landes dabei immer wieder, freundschaftliche Kontakte zu den Einwohnern herzustellen und sich Einblicke in ihr oft nicht einfaches Leben im extremen Klima zu verschaffen.

Rainer Hamberger ist in unserer Region nicht nur durch seine Vorträge bekannt und geschätzt, zusammen mit seiner Frau Monika hat er auch mehrere Reisebücher und Bildbände herausgegeben. Beide haben sich jüngst zudem auf neue Pfade begeben und mit „Verschollen am Nahanni“ einen Abenteuerroman aus Kanada geschrieben, der im Verlag „360° medien“ gedruckt wurde.

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