Im Mittelösch stehen große Projekte an

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Zwischen Umgehungsstraße (rechts am Bildrand zu sehen) und den vier Wohnblöcken sowie oberhalb dieser vier Häuser soll die Sied
Zwischen Umgehungsstraße (rechts am Bildrand zu sehen) und den vier Wohnblöcken sowie oberhalb dieser vier Häuser soll die Siedlung der Immler Großfamilienstiftung entstehen. (Foto: Archiv: Heinz Mauch)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Die städtebauliche Entwicklung Isnys wird in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt im Gebiet Mittelösch haben. Der Gemeinderat beschloss am Montagabend einerseits, der Immler Großfamilienstiftung eine Fläche von etwa 2500 Quadratmetern verkaufen zu wollen. Andererseits soll für die weiteren fünf Hektar zwischen Adeleggweg und Umgehungsstraße ein Gesamtkonzept mithilfe eines Wettbewerbs erstellt werden.

Nach langen Jahren scheint der Wunsch der Immler Großfamilienstiftung nach einer eigenen Siedlung in Isny in Erfüllung zu gehen. Eine wesentliche Hürde nahm das Projekt am Montagabend durch den Beschluss des Gemeinderats, den Wunsch der Stiftung nach dem Kauf einer Fläche von etwa 2500 Quadratmetern zu entsprechen. Die Stadtverwaltung wurde beauftragte, einen städtebaulichen Vertrag sowie einen Erschließungsvertrag mit der Stiftung zu verhandeln und dann dem Rat erneut zur Beschlussfassung vorzulegen.

Bauamtsleiter Claus Fehr informierte den Gemeinderat, dass die Stiftung zwischenzeitlich von ihrem ursprünglichen Vorhaben abgekommen sei, eine Fläche von 11200 Quadratmeter zu kaufen. Sie beabsichtige nun, auf einer Fläche von insgesamt 18500 Quadratmetern (16000 davon gehören der Stiftung bereits) insgesamt 18 Wohngebäude zu bauen. Diese sollen auf zwei Seiten um die bereits bestehenden vier großen Wohnblöcke in dem Gebiet angesiedelt werden. Einen entsprechenden Entwurf zur Bebauung legte Fehr vor, verwies aber darauf, dass es bereits einige Änderungen gebe. Es habe mit der Stiftung“ konstruktive Gespräche“ gegeben, sagte er.

Wettbewerb soll insgesamt etwa 40000 Euro kosten

Für weitere fünf Hektar, die an das Gelände der Großfamilienstiftung angrenzen und bis zum Adeleggweg reichen, will die Stadtverwaltung ein Bebauungsplanverfahren einleiten. Der Gemeinderat gab dazu mit großer Mehrheit sein Einverständnis. Dagegen und gegen den Plan der Großfamilienstiftung stimmte allein FW-Stadträtin Miriam Mayer.

Fehr erklärte, dass es einen Wettbewerb für die fünf Hektar geben solle. Er begründete diese Idee damit, dass die Fläche von einer unterschiedlichen Bestandsbebauung, der Umgehungsstraße und dem Landschaftsschutzgebiet Schächele eingerahmt sei – „eine sensible, aber auch bedarfsorientierte städtebauliche Planung“ sei deshalb geboten. Der Bauamtsleiter unterstrich erneut den Willen der Stadtverwaltung, vor allem Geschosswohnungsbau vorantreiben zu wollen, um etwa den Bedarf an Mietwohnungen zu decken. Für den Wettbewerb sei mit Kosten von etwa 40000 Euro zu rechnen.

Aus den Reihen des Gemeinderats kamen wenige Nachfragen. Otto Ziegler (SPD) wollte wissen, wer die Planungshoheit besitze (Fehr: die Stadt), Alexander Sochor (CDU) freute sich, dass die Großfamilienstiftung bauen könne und fragte, ob es nicht ohne Wettbewerb gehe (Fehr: besser mit), Peter Clement (SPD) fragte, wie viele Häuser pro Jahr entstehen sollen (Fehr: ein bis zwei).

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