Meist wissen die Ersthelfer nicht, wie eine Herz-Druckmassage funktioniert.
Meist wissen die Ersthelfer nicht, wie eine Herz-Druckmassage funktioniert. (Foto: Klinik)
Schwäbische Zeitung

Im Vortragssaal der Klinik Schwabenland, Waldburgallee 3-5, findet am Montag, 2. Juli, um 20 Uhr wieder ein Kurs über Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien statt. Kursleiter ist Wolfgang Dieing, leitender Notarzt in Isny. Thematisiert wird diesmal unter anderem, dass es Unterschiede gibt zwischen Männern und Frauen, wenn Laien bei Herzstillstand reanimieren: Im Vergleich werde bei 45 Prozent der Männer, aber nur bei 39 Prozent der Frauen eine Reanimation durchgeführt, heißt es in der Ankündigung der Klinik.

Laut „Ärzteblatt“ gebe es im Privatbereich fast keine Unterschiede, erkennbar seien sie aber in öffentlichen Bereichen, wenn etwa fremde Frauen oder Kolleginnen betroffen sind. Gelte es, bei der Laienreanimation generell eine Scheu zu überwinden, um beherzt einzugreifen, kämen in Situationen, bei denen Frauen einen Herzstillstand erleiden, noch besondere Berührungsprobleme hinzu.

Frühere Lehrmethoden der Mund-zu-Mund Beatmung hätten außerdem manche Helfer abgeschreckt, einzugreifen. Dieing wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass nach neuen Erkenntnissen die Herzdruckmassage das Wichtigste ist. Für Patienten sei gerade die Zeitspanne entscheidend, bis der Notarzt kommt: „Auf keinen Fall sollte untätig abgewartet werden.“ Wolfgang Dieing zeigt am Montag, wie in solchen Situationen richtig zu handeln ist. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Kurs ist kostenlos.

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