Herz und Gemüt sucht ehrenamtliche Helfer

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Renate Metzler, Vorsitzende des Stadtseniorenrats in Isny, informierte den Gemeinderat über die Aktivitäten des Gremiums.
Renate Metzler, Vorsitzende des Stadtseniorenrats in Isny, informierte den Gemeinderat über die Aktivitäten des Gremiums. (Foto: privat)
Jeanette Löschberger

Nicole Hock betreut die Geschäftsstelle von „Herz und Gemüt“ und den Seniorentreffpunkt in der „Untere Mühle“. Einmal im Jahr berichtet sie vor dem Gemeinderat von den Aktivitäten der Aktion, die von der Friedrich-Schiedel-Stiftung unterstützt wird. Renate Metzler, Vorsitzende des Isnyer Stadtseniorenrates (SSR), ergänzte die Ausführungen über die Angebote in Isny am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses.

Die Anlaufstelle in der „Unteren Mühle“ sei vor allem wegen der wöchentlichen Angebote, beispielsweise gesellige Karten- und Gesellschaftsspiele, aber auch mit dem Computerkurs des Stadtseniorenrats gut angenommen worden, führte Hock aus. Die monatlichen Angebote wie das Kennlern-Frühstück, das gemeinsame Singen, das „Treffen der Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs“, erweiterten das Programmangebot.

Hock informierte die Räte auch über die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) wegen eines regelmäßigen Demenz-Workshops. Wolfgang Dieing, Stadtrat der Freien Wähler und DRK-Chef in Isny, lobte diese Arbeit besonders, denn es „werden immer mehr Menschen von Demenz betroffen sein“.

In Kooperation mit der Grundschule am Rain und der Ravensburger Clownschule wurde 2017 ein Workshop organisiert: Vierzehn Kinder aus der dritten Klasse nahmen dieses Angebot wahr und probierten sich dabei selbst aus. Anschließend führten die Kinder in der Sonnenhalde und im Haus St. Elisabeth lustige Clown-Geschichten für ältere Menschen auf.

In der „Unteren Mühle“ stellt Hock auch den Kontakt zwischen Ehrenamtlichen und Senioren in Isny her, die sie begleiten und betreuen, ihnen helfen und sie unterstützen. Vermittelt werden kostenlose Besuchsdienste, kleine und unregelmäßige Hilfeleistungen oder ein Fahrdienst zu Ärzten, Apotheken und Behörden. „Herz und Gemüt“ ist auch Anlaufstelle für alle, die an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Seniorenbereich interessiert sind.

Beim „Tag des Ehrenamts“ am 20. September hofft Hock, noch weitere ehrenamtliche Helfer für die Arbeit der Stiftung begeistern zu können: „Gerade im Bereich der Fahrdienste wäre noch Bedarf“, gab sie an die Räte weiter. Mit einem „Marktstand des Ehrenamtes“ informiert „Herz und Gemüt“ von 9 bis 12 Uhr auf Höhe der Buchzelle in der Wassertorstraße beim Wochenmarkt am Donnerstag alle Interessierten.

Seitens der Gemeinderäte interessierte sich Gabriele Kimmerle (SPD) für die Anzahl der Teilnehmer aus den Ortschaften am Angebot. „Das dürften gerne mehr sein“ entgegnete Hock. Parteigenosse Otto Ziegler wünschte sich in der Aussprache mehr offene Angebote in der Unteren Mühle.

Über die SSR-Aktivitäten berichtet Renate Metzler: Um dessen Sprechstunde noch attraktiver zu gestalten, wurde diese nach draußen in die Wassertorstraße verlagert. Brigitte Kisters und Gerry Lemmers suchen dabei jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat vor dem Rathaus das Gespräch mit Senioren. Das komme gut an, zeigte sich Metzler erfreut.

Der Neubürger-Stammtisch habe sich zu einem regelmäßigen Treffpunkt entwickelt, an dem auch schon länger in Isny lebende Senioren teilnehmen. Im Rückblick sei die Seniorenmesse 2017 bei den Besucherzahlen etwas unter den Erwartungen zurückgeblieben, jedoch sei deshalb mehr Zeit für intensive Kontakte geblieben. Die nächste Seniorenmesse solle voraussichtlich erst 2020 stattfinden.

Metzler lud schon jetzt herzlich ein zu den Vorträgen über „Mobilität im Alter“ am 18. September im Kurhaus (siehe Kasten). An Projekten, die in Planung sind, nannte Metzler unter anderem einen besseren Zugang für Senioren zur Kultur, hier sei der SSR in Gesprächen mit der Isnyer VHS. Außerdem sei sie mit Isnyer Fahrschulen im Gespräch über ein freiwilliges Fahrsicherheitstraining für Senioren.

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