Hörnerwetzen läutet die Isnyer Fasnet ein

Lesedauer: 4 Min
Die geehrten Mitglieder, unter ihnen für 35 Jahre Mitgliedschaft auch Zunftmeister Frank Müller (rechts unten).
Die geehrten Mitglieder, unter ihnen für 35 Jahre Mitgliedschaft auch Zunftmeister Frank Müller (rechts unten). (Foto: Jeanette Löschberger)
Jeanette Löschberger

Ein nicht zu überhörendes, mehrstimmiges dreifaches „He-Muh“ läutete am letzten Samstag den Beginn der Isnyer Fasnet ein. In die Zunftstube am Angelehof lud Zunftmeister Frank Müller die Mitglieder ein, um die Planungen für die kommende Fasnetszeit zu besprechen.

27 Veranstaltungen stehen in dieser langen Fasnetszeit auf dem Terminplan der Narren. Mit dabei ist die Teilnahme an einem Umzug im Nachbarland Österreich, in Fussach. Auch in Leutkirch, das nur im zweijährigen Turnus besucht wird, springen die lachenden Kühe mit. Vor dem ersten Umzug erinnerte der Zunftmeister die Hästräger an ihre Pflichten und die Anzugsordnung. Wie jedes Jahr werden die sechs Gebote für die Hästräger verlesen. Es ist darauf zu achten, dass ein freundliches Gesicht unter die Masken kommt, die Maske in Farbe, Bast und Zubehör ordentlich ist, das Häs nicht zerschlissen ist, keine nackten Körperteile wie Hände, Hals oder Waden sichtbar sind, keinesfalls das Euter auf dem Boden schleift und dass die Kuh Schellen trägt, damit sie nicht verloren geht.

„Der Zunftrat ist das ganze Jahr für den Verein und damit für euch alle tätig“, erinnert Müller die Mitglieder und stellt den Anwesenden noch einmal alle Funktionsträger vor. Der Maskenmeister für die „Bunte Kuh“ hat beispielsweise mit einer Hand voll Helfer die Kuhmasken wieder auf Vordermann gebracht.

Nach verschiedenen Differenzen in den letzten Jahren hat sich die Guggenmusik Isny von der Narrenzunft abgespalten und ist nun ein eigener Verein. Müller versichert: „Das ist eine Trennung auf dem Papier. Wir werden uns nach wie vor bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen“.

Für Umzug bis nach München

Den längsten Tagesordnungspunkt nahm die Besprechung des Umzugsplans in Anspruch. An Höhepunkte mangelt es nicht in diesem Jahr: Am 26. Januar feiert die Katastrophenband Rohrdorf ihr 30jähriges Jubiläum mit einem Umzug durch das Dorf, einem großen Guggentreffen und dem Monsterkonzert. Auch die Guggenmusik Isny feiert Geburtstag. 40 Jahre werden am 23. Februar bei der Guggennacht gefeiert. Zum 3-tägigen Ringtreffen in Friedrichshafen ist das ganze Organisationsgeschick der Narrenzunft gefragt, wenn die unterschiedlichen Umzüge zu bestreiten sind. Die weiteste Anfahrt haben die Isnyer Narren für einen Umzug durch die Münchner Innenstadt. Nach dem Isnyer Rathaussturm am 28. Februar, dem Kinderball und He-Muh-Ball findet die Fasnet ihren Abschluss beim Umzug durch die Isnyer Innenstadt mit anschließendem Feiern im Narrenzelt.

Ein wichtiger Punkt zur Finanzierung des Vereins ist der Plakettenverkauf am Fasnetsdienstag. Müller schwor seine Mannschaft darauf ein, möglichst viele Plaketten zu verkaufen und die Zuschauer von der Notwendigkeit zu überzeugen. Zum Ende des Hörnerwetzens verabschiedeten sich die Narren mit einem dreifachen He-Muh und freuen sich auf dem Regionenball in Beuren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen