Gymnasium Isny eröffnet Kinderfest mit Friedrich Schillers „Die Räuber“

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Szenen aus Schillers Drama „Die Räuber“ zeigt die Theater-AG des Gymnasiums.
Szenen aus Schillers Drama „Die Räuber“ zeigt die Theater-AG des Gymnasiums. (Foto: Walter Schmid)
ws

Die Theater AG des Gymnasiums eröffnet mit Szenen aus Schillers Drama „Die Räuber“ am Freitag, 12. Juli, um 17.30 Uhr im Kurhaus das diesjährige Kinder- und Heimatfest.

1782 in Mannheim uraufgeführt, sorgte der Klassiker in der Epoche der Aufklärung für Nationales Aufsehen – und machte Schiller schlagartig berühmt. Die gut 20 Schüler der Theater AG, zusammengesetzt aus fast allen Klassenstufen, sind unter Leitung der Lehrerinnen Monika Bauer, Annekatrin Lenke und Referendarin Theresa Köder fleißig am Üben, damit so dramatisch wie möglich zum Ausdruck kommt: Es geht um Liebe, Eifersucht und Intrigen im Spannungsfeld von Verstand und Gefühl, von Gesetz und Freiheit. Dabei geht es mit Schwertern und Speeren, pulvergeladenen Knarren und Armbrust hart zur Sache. Bis ins erste Viertel des 19. Jahrhunderts waren Räuberbanden in Deutschland nichts Ungewöhnliches. Sie verbreiteten Angst und Schrecken im Land.

Das Drama schildert die Rivalität zweier gräflicher Brüder: Auf der einen Seite der von seinem Vater verwöhnte, intelligente, freiheitsliebende spätere Räuber Karl Moor, auf der andern Seite der kalt berechnende, unter Liebesentzug leidende Bruder Franz, der auf seinen Bruder Karl eifersüchtig ist und das Erbe seines Vaters an sich reißen will.

„Wir präsentieren zur Kinderfesteröffnung nur Shortstorys aus dem prominenten Klassiker“, reduziert die Schülerin Charlotte Florack die Erwartungen, „aber es sind die energiegeladensten Szenen des Dramas. Wer dann Lust auf mehr bekommt: Mitte Oktober werde im Gymnasium die längere Fassung von der Theater AG aufgeführt.

Hauptdarsteller sind Johannes Huber und Leo Amann, letzterer müsse diesmal allerdings mit Krücken oder gar im Rollstuhl spielen, weil er sich bei einem Unfall ein Bein verletzt hätte. „Wir können halt auf Leo nicht verzichten“, ist Charlotte Florack überzeugt. Sie fühlt sich an der Seite der Lehrerinnen mitverantwortlich.

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