Große Ehre für Doris Graenert und Helmut Morlok

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Die mit Orden dekorierten Doris Graenert und Helmut Morlok umrahmen Justyna Lewanska, die Generalkonsulin der Republik Polen in
Die mit Orden dekorierten Doris Graenert und Helmut Morlok umrahmen Justyna Lewanska, die Generalkonsulin der Republik Polen in (Foto: SZ- Michael Panzram)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Große Ehre für zwei Isnyer Bürger: Helmut Morlok ist am Freitagnachmittag das Kommandeurskreuz des Verdienstordens der Republik Polen verliehen worden, Doris Graenerte erhielt das Offizierskreuz des Verdienstordens der Repbulik Polen. Beide wurden damit im großen Sitzungssaal des Isnyer Rathauses für ihre Verdienste um die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen geehrt.

Neben der Isnyflagge hing die rot-weiße, polnische Nationalflagge an der Wand des Sitzungssaals – als Zeichen für den besonderen Anlass. Musikalisch stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von Senta Grimm mit ihrer Konzertgitarre.

Bürgermeister Rainer Magenreuter erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, das es Architekt Helmut Morlok gewesen war, nach dessen Plänen das Isnyer Rathaus in den 70er-Jahren umgebaut wurde. Die im Rathaus für die Städtepartnerschaften zuständige Anita Gösele moderierte die Ordensverleihung.

Stiftungsdirektor verliest Laudatio

Die Auszeichnung nahm Justyna Lewanska, die Generalkonsulin der Repbulik Polen in München vor. Die Begründung für die Ehrung Graenerts und Morloks verlas der polnische Vizekonsul Przemysław Gembiak im Namen des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski. Gembiak hob besonders die Verdienste der beiden Geehrten um die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz hervor – und die zahlreichen guten Taten, die Graenert und Morlok im Dienste des Austausches und der deutsch-polnischen Freundschaft vollbrachten. Lewanksa sagte danach in ihrer Rede: „Wir dürfen die Vergangenheit nicht vergessen. Nur so bewahren wir ein friedliches Europa.“

Die von Christoph Heubner, dem am Freitag verhinderten Vorstandsvorsitzenden der Stiftung für die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz, verfasste Laudatio hielt Stiftungsdirektor Leszek Szuster. Auch in ihr kam der Dank für das Wirken Morloks und Graenerts zum Ausdruck.

Als kleines Präsent übergab Szuster ein Bild, das Morlok als Kapitän zeigt – in Anlehnung an die Kommandeursauszeichnung, Graenert erhielt eine „Sonderbriefmarke“ in Anspielung an ihren zweiten Vornamen Viktoria.

Behrning erinnert an Städtepartnerschaft

Auf Szuster folgten Dankesreden diverser Weggefährten Morloks und Graenerts. Unter anderem sprach der ehemalige Isnyer Bürgermeister Manfred Behrning als zweiter Vorsitzender der seit 1997 bestehenden Städtepartnerschaft Isny-Andyrchow, deren Vorsitzende Graenert ist. Zum Schluss traten Graenert und Morlok ans Mikrofon, erinnerten gemeinsam an Weggefährten und bedankten sich bei ihren Freunden und Familien, die zahlreich zur Verleihung gekommen waren.

Am Abend lud die VHS Isny ins Refektorium des Schlosses ein. Dort las Helmut Morlok aus dem Buch „Ich lasse mein Leben nicht von Auschwitz beherrschen – Leben und Werk des Architekten Alfred Przybylski“. Mit dem Werk setzte Morlok den Menschen aus dem Kommando Baubüro des Konzentrationslagers Auschwitz ein Denkmal.

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