Grüne Energie, Honig und ein buntes Blumenmeer

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Ein erfreuliches Wachstum trotz großer Hitzeperiode - Die Energiepflanze Silphie wächst Landwirtin Gabi Maier und ihrer Tochter
Ein erfreuliches Wachstum trotz großer Hitzeperiode - Die Energiepflanze Silphie wächst Landwirtin Gabi Maier und ihrer Tochter Linda aus Sommersbach buchstäblich über den Kopf. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Die Energiepflanze Silphie, die aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler stammt, kommt ursprünglich aus Nordamerika und wird gelbblühend bis dreieinhalb Meter hoch. Ihre Wurzeln reichen bis in eine Bodentiefe von eineinhalb bis zwei Meter Tiefe. Dieses Feinwurzelsystem sorgt für eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung. Anspruchslos lässt sich die resistente Dauerkultur (zehn bis 20 Jahre) auch von Schädlingen nicht beeindrucken, was eine zusätzliche Bekämpfung nicht erfordert. Wer das erste Anbaujahr gut überstanden hat, der kann sich zurücklehnen, denn ab diesem Zeitpunkt bewältigt das unkrautvertreibende Gewächs, sein Dasein nahezu von selber und das selbst an Schattenplätzen.

Die aus Nordamerika stammende Energiepflanze Silphie, ist auf dem Vormarsch. Der relativ anspruchslose und gegen Unkraut konkurrenzstarke Korbblütler eignet sich nicht nur gut für Biogasanlagen, sondern bietet auch Bienen einen perfekten Lebensraum. Diese Eigenschaften macht sich mittlerweile Familie Maier vom Heslerhof in Sommersbach zu Nutze.

Mutter Anneliese Maier hat sich bereits vor Jahren für die „Silphie“ interessiert und prompt in ihrem Garten Samen ausgesät, der mittlerweile unübersehbar zu staatlichen Pflanzen herangewachsen ist. „Praxisorientiert ist der Anbau seiner Zeit in Hektarzahlen noch ziemlich schwierig gewesen, da die Keimfähigkeit dieser Pflanze nur ungefähr 20 Prozent beträgt“, erklärte Schwiegertochter Gabi Maier, die gemeinsam mit ihrem Mann eine Biogasanlage betreibt.

Mittlerweile hat sich allerdings einiges getan. So beschloss Familie Maier im Frühjahr 2017 mit Hilfe des Ostracher Unternehmens Energiepark Hahnennest, das Landwirten einen großflächigen Silphien-Anbau ermöglicht, die Ansaat auf einer Gesamtfläche von acht Hektar und zu einem Preisfaktor von zweieinhalb Tausend Euro pro Hektar. Ausgesät wird der Silphie-Samen zusammen mit Mais. Dabei kommt zwischen jede Maisreihe eine Silphien-Reihe. Im ersten Jahr gestaltet sich der Mais als Hauptfrucht, der die „Silphie“ verdeckt und als Schutzmantel für die Energiepflanze dient. Somit hat das Unkraut weniger Chancen die Energiepflanze zu überwuchern. Im Folgejahr setzt sich die „Silphie“ als Hauptfrucht durch und ist in der Lage, das Unkraut zu verdrängen. „Ich dachte zunächst, da wächst nie etwas“, sagte Maier. Weit gefehlt, denn mittlerweile erstreckt sich oberhalb des Heslerhofes ein Blumenmeer, das nicht nur wunderschön anzuschauen ist, sondern in dem es auch brummt und summt.

Ein idealer Umstand, der dem hauseigenen Bienenstand eine Dauerkultur verspricht und gleichzeitig den kleinen, fleißigen Tierchen einen neuen Lebensraum bietet. Die Blattbecherchen der Pflanze, die in der Lage sind Regenwasser zu speichern, geben den gestreiften Insekten, selbst bei lang andauernden Hitzeperioden, die Gelegenheit zur Flüssigkeitsaufnahme. Aber was passiert nach dem Sommer mit der „Silphie“? Dann wandert die gehäckselte Pflanze gemeinsam mit Gras und Mais in die Biogasanlage. Anschließend verwandeln verschiedene Bakterien das Gemisch unter Ausschluss von Sauerstoff zu Gas, das zunächst gespeichert und je nach Bedarf sowie auf Abruf in Grünen Strom umgewandelt wird. „Mit diesem Verfahren produzieren wir Energie für etwa 800 Haushalte, der je nach Bedarf abgerufen werden kann“, sagte die Biohofgasbetreiberin.

Auf die Frage, weshalb sich das Heslerhof-Team dazu entschlossen habe, neben dem Maisanbau auch Felder mit der „Silphie“ zu bestücken erklärte Maier: „Der Silphien-Ertrag ist zwar gegenüber dem Maisertrag ungefähr ein Drittel weniger, dafür sparen wir uns immense Sprit- und Lohnkosten, da wir im Frühjahr nur einmal zum Gülledüngen und im Herbst einmal zum Häckseln und Abtransportieren raus müssen“. Als absoluter Nebeneffekt würde sich die Pflanze, die der Sonnenblume ziemlich ähnlich sieht jedoch in ihrer gut haltbaren Blüte zarter erscheint, sehr gut als Blumenschmuck eignen, so Maier.

Die Energiepflanze Silphie, die aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler stammt, kommt ursprünglich aus Nordamerika und wird gelbblühend bis dreieinhalb Meter hoch. Ihre Wurzeln reichen bis in eine Bodentiefe von eineinhalb bis zwei Meter Tiefe. Dieses Feinwurzelsystem sorgt für eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung. Anspruchslos lässt sich die resistente Dauerkultur (zehn bis 20 Jahre) auch von Schädlingen nicht beeindrucken, was eine zusätzliche Bekämpfung nicht erfordert. Wer das erste Anbaujahr gut überstanden hat, der kann sich zurücklehnen, denn ab diesem Zeitpunkt bewältigt das unkrautvertreibende Gewächs, sein Dasein nahezu von selber und das selbst an Schattenplätzen.

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