Gründstückskauf ist reine Formsache

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Diesem Mehrgenerationenhaus der Immler-Großfamilienstiftung in Durach bei Kempten könnten die Häuser in Isny ähneln. (Foto: OH)
Schwäbische Zeitung
Michael Loskarn
Redaktionsleiter

Dem Verkauf der Grundstücke am Ende des Rotenbacher Weges bis zur L 318 an die Immler-Großfamilienstiftung steht nichts mehr im Wege. Bereits Ende vergangene Woche hatte das Landratsamt die Stadtverwaltung wissen lassen, dass es keine Einwände gegen den Gemeinderatsbeschluss vom vergangenen Dezember gebe. Auf rund 4500 Quadratmetern sollen fünf bis sechs Mehrgenerationenhäuser samt Garagen entstehen. Auch eine Ansiedlung im Sinne des Stiftungszwecks lasse sich nun realisieren, teilte Karl Immler auf Anfrage der SZ mit.

„Da wir mit unserer Großfamilienstiftung im Paritätischen Wohlfahrtsverband organisiert sind, musste erst noch der Wirtschaftsprüfer des Verbandes sein O.K. geben“, ergänzte der Unternehmer. Vor knapp zwei Wochen hatte dieser dem Ansinnen der Brüder seinen Segen gegeben. Einen Entwurf des Notarvertrags habe Immler bereits in der Tasche. In den nächsten Tagen werde die Grundstücksübereignung endgültig vollzogen.

Flächengröße ist wichtig

Im nächsten Schritt sei es wichtig, dass ein beauftragtes Planungsbüro aus Lindau mit dem Straßenbauamt die Feinheiten in Sachen Schallschutz-Maßnahmen herausarbeite. Denn erst wenn die endgültig bebaubare Nettofläche feststehe, mache sich der 64-Jährige an die Planung der Häuser sowie des Geländes. Ob die Grundrisse der bereits realisierten Mehrgenerationenhäuser in Durach oder Schemmerhofen verwendet werden, kann der Bauträger derzeit noch nicht sagen. „Unter Umständen entscheiden wir uns auch für einen Architekten-Wettbewerb“, klärte er auf. Immler, der selbst aus einer Familie mit sieben Kindern stammt, liebäugelt gar mit einer Zusammenarbeit mit Professoren und Studenten der Fachhochschule für Architektur in Biberach.

Fünf oder sechs Häuser

Insgesamt fünf bis sechs Häuser sollen es werden. Aber, „ich baue keine sechs Häuser auf einmal, sondern ein bis zwei pro Jahr“, stellte der Familienvater klar. Je nach Bedarf und Anzahl der Kinder pro Familie falle dann die Größe der Häuser aus, die jedoch bei mindestens 300 Quadratmeter Wohnfläche liege. Sollte es mehr als sechs Isnyer Familien mit mindestens vier Kindern, samt zwei Senioren, geben, haben Karl und Jakob Immler einen Puffer in petto: Weitere 7000 angrenzende Quadratmeter befinden sich bereits im Eigentum der Brüder.

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