„Freunde der Appretur“ sind besorgt, aber unbeirrt

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 Der Vorstand der „Freunde der Appretur“ (von links): Petra Eyssel, Ursel Gutmair, Anke Tregner, Liane Menz und Silke Denniger.
Der Vorstand der „Freunde der Appretur“ (von links): Petra Eyssel, Ursel Gutmair, Anke Tregner, Liane Menz und Silke Denniger. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Unter dem Motto „erkunden, planen, beraten, spenden“ haben die „Freunde der Appretur Isny e.V.“ im Schwarzen Adler unlängst ihre Mitgliederversammlung abgehalten. Die Vorsitzenden Petra Eyssel und Liane Menz informierten über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr.

Als „unerfreulich“ bezeichneten die Schließung von Appretur und Diebsturm, die „bis auf weiteres nicht mehr betreten werden“ dürfen, weil sich Risse von etwa zwei Zentimetern Breite entlang der Stadtmauer durch das gesamte Gebäude ziehen. „Der Verein hofft auf eine baldige Klärung der Ursache und wird weiter daran arbeiten, die Appretur mit Leben zu füllen“, erklärt der Verein in einer Mitteilung zur Einschaltung eines Sachverständigen.

Eyssel und Menz berichteten über 2018 weiter, dass in Kooperation mit dem „Panorama-Partner“-Projekt der städtischen Museen Schüler die Appretur, als sie noch zugänglich war, erkundet und sich sehr neugierig gezeigt hätten, mehr über die Geschichte des Gebäudes zu erfahren. Unterstützt durch die Kunstschule Sauterleute brachten die Schüler ihre Eindrücke zu Papier. Am Tag des offenen Denkmals sei zudem eine Verbindung zwischen dem Museum im Wassertor und der Appretur aufgezeigt worden.

Eine Führung mit der Bauhistorikerin Karin Uetz, die die Appretur Anfang 2018 untersucht hatte, sei ebenfalls auf reges Besucherinteresse gestoßen. Nachdem Uetz’ bauhistorische Untersuchung abgeschlossen war, seien die „Freunde der Appretur“ wie bereits berichtet vom Denkmalamt informiert worden, dass die „Kleinteiligkeit“ des Gebäudes erhalten werden müsse.

Für Hellmuth Bartholomä vom Verein „Gesundheitswelt Überruh“, einem potenziellen Betreiber und Nutzer der Appretur, sei danach nicht mehr möglich gewesen, sein Konzept umzusetzen, weshalb er sich aus dem Projekt zurückgezogen habe, teilen die Freunde der Appretur weiter mit. Mit einer Architektin, Vertretern aus Handwerk, Wirtschaft und Tourismus hätten sie daraufhin ein weiteres Konzept entwickeltet und im November 2018 im Gemeinderat vorgestellt, schilderten Eyssel und Menz.

Über die Baden-Württembergische „Landesstrategie Quartier 2020“ unter dem Motto „Heute das Zusammenleben von Morgen gestalten“ ergatterten die Freude der Appretur einen „Beratungsgutschein“ im Wert von 4000 Euro, mit dem nun ein solides Konzept für die Appretur erarbeitet werden soll. Eine Bestands- und Bedarfsanalyse soll einen Überblick verschaffen, welche Vereine und Gruppen in Isny Raumbedarf haben, mit den Informationen gehen die Freunde der Appretur in weitere Beratungseinheiten zur Konzeptentwicklung. Eyssel und Menz berichteten zuletzt, dass der Verein „dank des Einsatzes von Ashok und Elisabeth Ghai am Weihnachtsmarkt eine Spende von 1400 Euro verbuchen konnte“. Schatzmeisterin Anke Tregner legte den Kassenbericht vor und wurde einstimmig entlastet. Der Verein hat laut Mitteilung inzwischen 135 Mitglieder.

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