Filmreif startet am 8. Januar

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 Szene aus dem Film „Colette“. Er erzählt die Geschichte der gleichnamigenfranzösichen Schriftstellerin.
Szene aus dem Film „Colette“. Er erzählt die Geschichte der gleichnamigenfranzösichen Schriftstellerin. (Foto: Robert Viglasky / Bleecker Street)
Schwäbische Zeitung

Die Frühjahrsstaffel der Programmkinoreihe „Filmreif“ startet am Dienstag, 8. Januar 2019. Das teilt das Kulturforum Isny in seiner Ankündigung mit. Jeden zweiten Dienstag im Monat werden Filme zum Schmunzeln, Lachen, Innehalten und Nachdenken auf die Leinwand im Neuen Ringtheater Isny gebracht. Die Filmreihe des Kulturforums Isny wird unterstützt durch die Volksbank Allgäu-Oberschwaben, Dethleffs und Walzer Optik sowie in Kooperation mit dem Neuen Ringtheater Isny und der Buchhandlung Mayer realisiert.

Zum Start der Staffel wird das Drama „In den Gängen“ präsentiert. Eine Liebesgeschichte, die nur im geschützten Kosmos des Großmarktes gedeiht, außerhalb aber keine Chance hätte.

Weiter geht es am 12. Februar mit „Shoplifters“, der japanische Film wird in Originalsprache mit Untertiteln gezeigt. Ein einfühlsames Porträt einer Familie am Rande der japanischen Gesellschaft. Meisterhaft leicht und subtil erzählt Kore-eda in „Shoplifters“ über Familienbande und der Doppelmoral einer widersprüchlichen Nation.

Im März gibt es gleich zwei Filme, beide mit einem literarischen Thema. „The Poetess“ läuft am 12. März. Die saudi-arabische Dichterin Hissa Hilal wagt das Unfassbare: Sie nimmt an dem Dichterwettstreit „Million’s Poet“ im Reality-TV teil und das mit kritischen Texten. Die Dokumentation gewährt beeindruckende Einblicke in ein Frauenleben in dem streng religiösen Land.

Als Spezial zu den „Isnyer Literaturtage“ wird am 26. März der Film „Colette“ gezeigt. Colette zählt ohne Zweifel zu Frankreichs wichtigsten und bahnbrechendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeit im Bereich Fiktion und Journalismus sowie ihre Memoiren lehnten sich gegen die gesellschaftlichen Zwänge auf, denen Frauen unterworfen waren. Wash Westmorelands Film erzählt die Geschichte der Künstlerin im damaligen Paris.

Mit einem packenden Drama geht es am 9. April weiter: „Kindeswohl“ mit Emma Thompson und Stanley Tucci. Scheidungen, Sorgerecht, Fragen des Kindeswohls – das ist das Spezialgebiet der Richterin Fiona May in London. Nun muss sie über Leben und Tod des leukämiekranken Adam entscheiden, der als Zeuge Jehovas die Behandlung ablehnt.

Zum Abschluss der Frühjahrsstaffel präsentiert filmreif am 14. Mai „Wackersdorf“. Die kleine oberpfälzische Gemeinde Wackersdorf erlangte in den 1980er-Jahren traurige Berühmtheit, als Proteste von Gegnern einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage gewaltsam von der Staatsregierung niedergeschlagen wurden.

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