FC Isny stellt sich neu auf

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 Der neue Vorstand des FC Isny (von links): Kai Ludwig, Klaus Bühler, Stefan Huber und Adrian Bodenmüller.
Der neue Vorstand des FC Isny (von links): Kai Ludwig, Klaus Bühler, Stefan Huber und Adrian Bodenmüller. (Foto: Michael Panzram)
Sportredakteur

Zeitenwende beim FC Isny: Bei der Generalversammlung hat sich ein fast komplett neuer Vorstand präsentiert. Einstimmig wurden Stefan Huber zum neuen Vorsitzenden und Adrian Bodenmüller sowie Kai Ludwig zu seinen Stellvertretern gewählt. Mit stehendem Applaus wurde der bisherige Vorstand um Konrad Schüle verabschiedet.

Bei seinem Rückblick auf sechseinhalb Jahre als Vorsitzender des FC Isny war Konrad Schüle im „Badstüble“ noch einmal ganz der Alte. Impulsiv, ehrlich, kritisch – all das hatte ihn in seinen Jahren an der Spitze des Vereins ausgezeichnet. Von sportlichen Höhen und Tiefen wusste er zu berichten, vom Alltag eines Vereinsvorsitzenden, der ihn auch mal in Gerichtssäle geführt habe. Von Kameradschaft, von gemeinsamer Freude – davon hatte auch schon der Ehrenvorsitzende Gebhard Mayer in seinen Eingangsworten gesprochen.

Dann aber war die Zeit für Schüle gekommen, sich vom Posten in vorderster Reihe zu verabschieden. Er tat es mit einer langen Wunschliste, die er Bürgermeister Rainer Magenreuter mit fordernden Worten überreichte: Unter anderem standen ein neuer Stadionname, eine Überdachung für die Tribüne und Rasensprenger drauf. Magenreuter sicherte dem FC Isny zwar nicht zu, die Wunschliste unmittelbar zu erfüllen. Aber: „Wir im Rathaus haben immer ein offenes Ohr.“

Mit dem wortgewaltigen Vorsitzenden dankten auch sein Stellvertreter Marc Zehrlaut und Wolfgang Richard ab, dem Schüle besonders dankte. „Ohne dich hätte ich es nicht geschafft“, erinnerte Schüle an den Moment, als er auf Richard mit der Bitte zukam, sich vielleicht um den Kiosk im Stadion kümmern zu können. Daraus wurde weit mehr, in der Regel habe er 20 Stunden pro Woche in den Verein investiert, sagte Richard, der sich besonders als Geschäftsführer hervortat, aber mit der Bezeichnung „Mann für alles“ sicher am besten beschrieben ist. Zehrlaut übernahm in den vergangenen zwei Jahren ähnlich viele Aufgaben. Alle drei wollen nun kürzer treten. Deshalb war ein völliger Neuanfang an der Spitze des FC Isny nötig.

Klassenerhalt und gute Jugendarbeit

Diesen sollen junge Isnyer schaffen, die größtenteils selbst noch aktive Spieler sind: Stefan Huber übernimmt den Vorsitz, bisher hat er vor allem im Ausschuss gewirkt. Was auf ihn zukommt, verdeutlichte der Ehrenvorsitzende Mayer: „Er übernimmt die Gesamtverantwortung für den Verein.“ Alle sollten sich dazu aufgefordert fühlen, den neuen Vorstand dabei nach Kräften zu unterstützen. Seinem Dank an den bisherigen Vorstand schloss Huber seine Erwartungshaltung für die kommenden Jahre an: kurzfristig der Klassenerhalt der ersten Mannschaft, langfristig gute Jugendarbeit. Huber zur Seite stehen Adrian Bodenmüller und Kai Ludwig als Stellvertreter, Max Matteossus übernimmt den Geschäftsbereich Finanzen, einzig Klaus Bühler bleibt – er ist als Jugendleiter schon länger dabei. Was er von der neuen Konstellation hält, machte Mayer in seinem Schlusswort deutlich: „Wir haben einen jungen Vorstand, eine junge Mannschaft und einen guten Trainer – da sind wir weiter als der DFB.“ Die Lacher waren dem Ehrenvorsitzenden gewiss.

Dass der Weg für den abstiegsgefährdeten FC Isny trotzdem beschwerlich werden könnte, wurde allen spätestens am Sonntagnachmittag bewusst. Da ging nämlich das Derby beim SV Beuren sang- und klanglos mit 0:3 verloren.

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