Einkauf in Isny in Krisenzeiten erleichtern

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 Isnyer Bürger, die keinen Internet-Anschluss haben, informiert das Stadtmarketing in den Schaukästen am Post-Parkhaus (Foto) un
Isnyer Bürger, die keinen Internet-Anschluss haben, informiert das Stadtmarketing in den Schaukästen am Post-Parkhaus (Foto) und jenen in den Wassertor-Arkaden zeitnah und nach Branchen sortiert über die Angebote der Betriebe, Einzelhändler und Gastronomen. (Foto: Tobias Schumacher)
Schwäbische Zeitung

- Seitdem wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch Geschäfte und Lokale schließen mussten, steht das Isnyer Büro für Stadtmarketing in engem Kontakt mit den Gewerbetreibenden. Es informiert sie zu den aktuellen Verordnungen des Landes sowie zu Wirtschafts- und Finanzhilfen.

Gesammelt werden aber auch Informationen wie etwa Öffnungszeiten, Erreichbarkeiten geschlossener Läden, Liefer- und Abholservices sowie Online-Angebote. Die daraus entstandene Listen umfassen laut Pressemitteilung mittlerweile fast 100 Einzelhandelsgeschäfte und mehr als 30 gastronomische Betriebe in Isny. Die Aufstellung werde fortdauernd aktualisiert und nach Rubriken und Branchen sortiert.

Die aktuellen Listen hängen in den Schaukästen am Wassertor und in der Ochsengasse am Post-Parkhaus aus, werden aber auch direkt an Nachbarschaftshilfe und Senioreneinrichtungen verschickt. Auch im Internet unter www.isny-steht-zusammen.de und www.isny-aktiv.de sind diese gesammelten Informationen zu den Betrieben verfügbar. Dort können Kunden nach Betrieben, Branchen oder Rubriken suchen. Diesen Mittwoch, 1. April, erscheint die Liste nach Rubriken sortiert auch auf sechs Seiten im „Isny aktuell“.

Ziel dieser Aktion des Stadtmarketings unter dem Motto „Isny steht zusammen“ war und ist es laut Mitteilung, die Isnyer Bürger darüber zu informieren, wie, wann und wo sie weiterhin lokal einkaufen können. Die übersichtliche Auflistung der Betriebe und ihrer Angebote soll es Bürgern erleichtern, sich zu orientieren – in einer Zeit, in der die Bevölkerung weitgehend daheim bleiben muss und ein normaler Einkaufsbummel nicht möglich ist. Die Informationen sollen auch denjenigen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind oder wegen Quarantäne das Haus nicht verlassen dürfen, dabei helfen, Besorgungen des täglichen Lebens von zu Hause aus zu machen.

Mit der Veröffentlichung der Listen geht laut Stadtmarketing auch der Appell zur Solidarität mit den Isnyer Betrieben einher: Sehr viele Geschäfte und Lokale treffe die Corona-Krise und die Schließung ihrer Verkaufsräume hart und es sei fraglich, wie sie die nächsten Wochen überstehen. Deshalb komme es jetzt darauf an, sie zu unterstützen und die Angebote vor Ort zu nutzen. Es gelte, an die Zeit nach der Krise zu denken und die Lebendigkeit Isnys zu erhalten. Die Betriebe würden alles in Bewegung setzen, um weiterhin für ihre Kunden da zu sein: Sie sind telefonisch und per E-Mail erreichbar, bieten Liefer- und Abholdienste an, richten Onlineshops ein und verkaufen Gutscheine.

Die Listen werden fortdauernd aktualisiert. Daher bittet das Büro für Stadtmarketing darum, dass Betriebe, die noch nicht vermerkt sind oder die neue Angebote wie Lieferdienste einrichten und Änderungen ihrer Erreichbarkeiten planen müssen, sich schnellstmöglich melden.

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