Markus Fischer aus Maierhöfen mit einer Gruppe Schüler, die zuschauen und erklärt bekommen, wie Äpfel und Birnen gemostet werd
Markus Fischer aus Maierhöfen mit einer Gruppe Schüler, die zuschauen und erklärt bekommen, wie Äpfel und Birnen gemostet werden. (Foto: Walter Schmid)
Walter Schmid

Kontakt und Termine unter Telefon 07520/9145341 (Rainer Bauer) oder 08383/9574 (Markus Fischer), E-Mail

post@mobilesaftmoschte.de www.mobilesaftmoschte.de

Kürzlich Lindenberg, dann Oberstaufen, Isny, Konstanz, Maierhöfen, Frauenzell – jeden Tag von früh bis spät abends an einem anderen Standort. Die beiden Familien Fischer und Bauer sind derzeit täglich mit ihrer mobilen Saftmoschte unterwegs: auf Hofgeländen, am Feuerwehrhaus, auf dem Dorfplatz, am Gemeindehaus, an der Schule, bei einem Handwerksbetrieb. Dieses Jahr gibt es mehr Obst, als in den vergangenen Jahren.

„Seit Anfang September und sicher noch bis in den November hinein, tagtäglich. Um fünf Uhr morgens aufbrechen, aufbauen, ab 7 Uhr wird gemostet bis es dunkel wird und dann wird gereinigt, gepackt und heimgefahren. Ein Knochenjob, wie jede Saisonarbeit in der Landwirtschaft“, gesteht Markus Fischer aus Maierhöfen. „Dieses Jahr gibt es so viel Obst, wie wir es in 15 Jahren nicht erlebt haben.“

Es sei im Herbst das wirtschaftliche Standbein der beiden Familien Fischer und Bauer. Sie würden mit insgesamt knapp 20 Minijob-Mitarbeitern im Schichtbetrieb schaffen. Rainer Bauer oder er, Markus Fischer, seien immer selbst auch dabei. Wer Obst bringt, muss selber mithelfen. „Eine Person muss das Obst in die Anlage einbringen, die andere muss den Saft abnehmen, in Fünf- oder Zehn-Liter-Gebinden, in sogenannten Bag in Box.“ In manchen Orten werde dann spontan eine Obsternte-Hocketse draus. Biergarnituren werden angeschleppt, Männer bringen Brot und Wurst, Frauen ein paar Zwiebelkuchen.

Die Anlage ist auf einem vier Meter langen Anhänger montiert und wird mit einem Sprinter gezogen. Nötig seien Starkstrom- und Wasseranschluss und eine Abflussmöglichkeit. Der anfallende Trester bleibt vor Ort und wird in der Regel von Bauern und Jägern zur Tier- oder Wildfütterung im Winter mitgenommen. Zwischen dem Obsteinschütten und Saftabnehmen läuft ein automatisierter Prozess ab: einfüllen, musen, pressen, füllen der Filtertanks, erhitzen zur Haltbarmachung über einen Wärmetauscher und dann Abfüllen. Oft seien es 20 Partien am Tag mit einer Gesamtproduktion von 6000 Litern. Wer den Saft zum Vergären, also Most machen will, bei dem entfällt freilich die Safterhitzung.

Sehr erfreulich sei, dass es immer mehr Schulen gibt, die ihre mobile Moschte nutzen würden, um die Schüler ans Thema Natur, Landwirtschaft, Streuobstwiesen, Lebensmittel heranführten, ökologische Sensibilisierung steht dabei im Fokus. Beim praktischen miteinander Schaffen, beim Obst auflesen, werde eben auch die Kameradschaft und das Klima in der Klasse gefördert. Grüppchenweise helfen dann die Klassen beim Mosten mit, schauen zu und dürfen dann ihren eigenen Saft probieren. Der Rest steht dann für Schulfeste zur Verfügung oder wird zugunsten der Klassenkasse verkauft. Morgens sind dann in der Regel die Schüler dran, nachmittags werden Privatkunden dazu genommen (einer der Schultermine wird am 5. Oktober am Gymnasium in Isny sein).

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