Ein buntes neues Häs für die Guggenmusiker

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Bastian Riedle stellt das neue Guggen-Häs vor. Statt Hut gibt es wegen des ausladenden Kragens diesmal selbstgehäkelte Mützen in (Foto: br)
Barbara Rau

Die Guggenmusik Isny hat ein neues, farbenprächtiges Gewand. Für das riesige Guggentreffen zum 35-jährigen Bestehen im kommenden Februar, sind die Guggenmusiker damit gerüstet.

Zum Auftritt von Guggenmusikern gehört ein farbenfrohes, auffälliges Gewand und alle fünf Jahre kleiden sich die Isnyer Guggenmusiker neu ein. „In der Schweiz gibt es Vereine, die wechseln das jedes Jahr oder alle zwei Jahre“, erzählt Michael Motz, Vorsitzender der Guggenmusik Isny. Das ist den Isnyer Guggen denn doch zu teuer, sowohl für den Verein als auch die einzelnen Musiker, die einen Eigenanteil leisten müssen. So ein Gewand ist sehr aufwändig in der Herstellung und damit auch nicht billig. „Alle fünf Jahre ist ein guter Rhythmus“, findet Motz deshalb.

Hauptsache, die 40 Guggen sind für die Jubiläumssaison, die am 10. Januar beginnt, gut gewandet. „Traditionell herrscht bei uns blau vor“, sagt er. Hinzu kommen natürlich die Stadtfarben grün und rot und für den guten Effekt ist silberfarbener Stoff ein Muss. Auch die Gesichter werden auf neue Art geschminkt. „Die Schwierigkeit ist, dass das Gewand anders aussehen soll und dennoch ein Wiedererkennungswert da sein muss“, erklärt Motz. Mit dem Entwurf des Modeateliers in Singen, auf das sie 2009 bei einer Messe gestoßen sind, sind sie nun schon zum zweiten Mal sehr zufrieden.

Die offizielle Vorstellung des neuen Häs im Feuerwehrhaus vor Freunden und Gönnern ist für die Guggenmusiker auch Ehemaligentreffen. „Fast alle Ehemaligen haben zugesagt“, freut sich Motz. Dabei verabschiedete sich die Guggenmusik Isny von einigen, teils langgedienten Guggenmusikern, mit zusammen 239 Jahren Mitgliedschaft.

Zum 35-Jährigen Bestehen feiert die Guggenmusik Isny am 22. Februar 2014 die sechste Guggennacht; beim größten Guggentreffen in Allgäu/Oberschwaben spielen elf Guggenmusiken mit 400 Musikern; mit dabei sind Schweizer Guggen, darunter die Gruppe aus der Partnerstadt Flawil; neben einem Monsterkonzert vor dem Rathaus gibt es zwei Bälle und eine Kneipentour durch die Innenstadt.

Aus der Guggenmusik verabschiedet worden sind: Uli Böck (21Jahre), Hansi Böck (28), Klaus Brack (14), Dieter Fuchs (28), Klaus Fuchs (22), Arthur Himmel (24), Thomas Hübel (11), Claudia Keybach (4) und Hubert Richard (24)

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