Du weißt, dass du aus Isny kommst,... – wenn Dir beim Helfen zum Helfen geholfen wird

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 Ob Laufrad, Dreirad, Roller oder Kinderfahrrad – wer in Isny eins übrig hat, hat jetzt eine Abgabeadresse.
Ob Laufrad, Dreirad, Roller oder Kinderfahrrad – wer in Isny eins übrig hat, hat jetzt eine Abgabeadresse. (Foto: Caroline Seidel/DPA)
sascha

Prinzipiell ist wohl fast jeder dafür, dass Anderen, die in irgendeiner Form Not leiden, geholfen wird. Am besten natürlich mit möglichst wenig Eigeninitiative, das ist klar. Delegiert vom Sofa aus an Politik und Gewerbe. Vom eigenen verwöhnten Haustier schnöde verschmähtes Futter ins Tierheim zu bringen ist hingegen kaum zumutbar und der Weg zum Altkleidercontainer eine heroisch anmutende Leistung, die dicke Pluspunkte auf der ethisch-moralischen Messlatte des Gewissens einbringt.

Doch manchmal genügt schon ein kleiner Funke, um vielen Menschen „Feuer unterm Hintern“ zu machen. So geschehen in der Isnyer Facebook-Gruppe der SZ: „Funkenmariechen“ Christian S. hat einen Aufruf zur Fahrradspende für die Kinder im Siloah gestartet, der eine wahre „Feuersbrunst“ an positiver Resonanz und Hilfsbereitschaft ausgelöst hat.

Er selbst war vor Ort, um unentgeltlich bereits vorhandene Fahrräder zu reparieren. Und dabei stellte er fest, dass im Siloah noch großer Bedarf an Zweirädern herrscht. Vor allem sein „kleiner Kumpel Hamza“ wünschte sich zum fünften Geburtstag dringend ein Rad. Der Initiator brauchte die Isnyer nicht lange zu bitten.

Obwohl er selbst über kein Auto verfügt und ihm die Spenden quasi „frei Haus“ geliefert werden müssen, zeigten sich viele bereit, ihre Garagen und Keller zu „enträdern“ und so ein gutes Werk zu tun.

„Ick freu mir nen zweites Loch in den Popo“, jubelt Christian S. und gesteht: „Ich hatte echt Pissi in den Augen, als ich gesehen habe, wie das hier positiv eskaliert!“

Mittlerweile sind die Sachspenden auch auf Kleidung, Spielzeug und sonstige Dinge des täglichen (Kinder-)Bedarfs angewachsen, so dass Christian S. für seine Aktion mittlerweile eine eigene Facebook-Gruppe namens „Wir geben gerne“ gegründet hat.

Diese ist öffentlich und jeder kann mitmachen. Auf geht’s!

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