Du weißt, dass du aus Isny bist,... – wenn Halteverbotsschilder für dich eher optional zu deuten sind

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 Es gibt Stunden am Tag, an denen sich die Isnyer an Verbote halten – bis auf zwei... Aber das könnten auch Besucher der Stadt s
Es gibt Stunden am Tag, an denen sich die Isnyer an Verbote halten – bis auf zwei... Aber das könnten auch Besucher der Stadt sein. (Foto: Tobias Schumacher)
sascha

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage diskutiert die Isnyer Facebook-Gruppe der SZ die momentane Parksituation vor dem Hallgebäude. Beziehungsweise die normalerweise nicht vorhanden sein dürfende Parksituation, da dort striktes Halteverbot gilt. Zumindest, wenn man den aufgestellten Schildern glaubt – was offensichtlich nicht jeder Einwohner oder Besucher unseres schönen Städtchens tut.

Das Thema spaltet. Pihl F. ist strikt der Meinung: „Abschleppen lassen!“ – „Ich denke, dass es nachts niemanden stört“, schreibt hingegen Ingo W. „Wenn’s natürlich brennt und die Feuerwehr nicht durchkommt ist es weniger schön! Tagsüber ist das was anderes, da gehört rigoros teuer abgeschleppt!“ In Ingos Welt brennt es somit entweder nur tagsüber, oder die Feuerwehr meldet sich rechtzeitig an, wenn es auch mal nachts brennen sollte.

Unterm Strich scheint der Gruppentenor aber wunschgemäß in diese Richtung zu gehen: Tagsüber Parkverbot – nachts parken erlaubt. Wie Elisabeth W. weiß, gibt es bereits Städte, die das anbieten: „Ab 6 Uhr wird da aber auch scharf kontrolliert.“ Gut – an scharfen Kontrollen sollte es in Isny nicht scheitern.

Einige Gruppenmitglieder, die die Diskussion augenscheinlich sehr interessiert verfolgen, können hingegen gar nicht verstehen, warum man sich über „so was“ wie falsch geparkte Autos überhaupt aufregen kann. Willi B. spürt der Frage mit Ironie nach und empfiehlt den Einsatz von SEK oder GSG 9, um den „gefährlichen Autos“, die da stehen, Herr zu werden. Markus D., der ein Foto der Falschparker gepostet hat und mit dem launigen Untertitel „Ich sehe da einige Autos, die da nicht hingehören, oder?“ das Thema erneut auf den Desktop gebracht hat, werden gar ein Überschuss an Zeit, der Ruf nach Aufmerksamkeit an der eigenen Person und zu wenig andere Sorgen unterstellt.

Aber ein Verbot ist ein Verbot – sogar in Isny. Die Idee, Bauzäune aufzustellen, um den fußfaulen Wildparkern Herr zu werden, hatte sich in der Vergangenheit nicht bewährt. Wie wir alle wissen, wurde einfach vor den Zäunen geparkt und die Straße entsprechend verengt. Unser Bürgermeister Rainer Magenreuter zieht mit seinem „kleinen Hinweis“ einen vorläufigen Strich unter die Diskussion: „Voraussichtlich wird nächste Woche (Kalenderwoche 43, Anm. d. Red.) das Dach des Hallgebäudes aufgeschlagen. Sollten dann Fahrzeuge den Baufahrzeugen bzw. der Materialanlieferung im Wege stehen, sind wir gezwungen, diese abzuschleppen. Die Schilder werden ja leider (bewusst) übersehen.“

Vielleicht wären noch mehr Schilder eine Idee. Möglichst große und viele – um die Autos dahinter zu verstecken. Eine Symbiose aus Automarkt-Platz und (scheinbar) autofreiem Marktplatz.

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