Du weißt, dass du aus Isny bist, wenn… - du im Winter schneller als 10 km/h fährst

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Schneereiche Winter und Isny gehören zusammen wie Käse und Weintrauben, wie Sonnenuntergang und Meer, wie Handy und WLAN, wie Socken und Sandalen. Für sich allein genommen auch schon schön, aber gemeinsam noch viel besser.

Nun ist der Allgäuer an sich zum Glück von robuster Natur und an die weiße Pracht in den Wintermonaten gewöhnt. Oder zumindest erinnert er sich an ähnlich massive Schneefälle aus den letzten Jahren. Und wer dazu noch zu jung ist, der hat sie einfach im Erbgut, die pragmatische Gelassenheit und auch die Freude angesichts Frau Holles Eifer.

In der Facebook-Gruppe der SZ häufen sich die Kommentare Neidischer, die derzeit in anderen Städten mit Schirm und Gummistiefeln Dank Dauerregen durch Pfützen waten müssen, statt mit Schneeschaufel und Besen bewaffnet ihr Auto unter Schneebergen zu suchen.

Auch was die Fahrpraxis im Winter betrifft, sind wir Isnyer anscheinend ganz weit vorne: Im Raum Stuttgart kriechen die Autofahrer bereits bei fünf Zentimetern Neuschnee in 24 Stunden nur noch mit zehn Stundenkilometern über die Landstraße, weiß Facebook-Userin Tanja S. zu berichten. Bei uns unvorstellbar!

Allerdings mag das vielleicht auch daran liegen, dass wir einen wirklich guten Räumdienst haben, der es uns ermöglicht, auch bei diesen Schneeverhältnissen recht flott voran zu kommen. Manchmal leider schneller, als gut für uns ist. Doch daran hat sicher nicht der Winterdienst Schuld, sondern eine nicht zündende Synapse in manch Raser-Hirn. Der Zusammenhang von „könnte rutschig sein“ und „da mach’ ich lieber mal langsam“ ist leider auch in diesem Winter nicht allen Autofahrern geläufig.

Silvia U. hat in der Gruppe einen Thread gepostet, in dem sie ihre Dankbarkeit den Räumdiensten gegenüber ausdrückt, und viele schließen sich ihr an. Zu Recht, wie wir finden.

Nun gut – es gibt auch Stimmen, die den Sinn des Schneeräumens generell hinterfragen. Steve Ö. schreibt: „Es gibt nix Besseres, als sich im hohen Schnee mit Fahrrad durchzukämpfen!“ Lukas S. sieht das wohl ähnlich und kommentiert: „Macht schlank.“ Nun gut. Während sich die Herren Ö. und S. gerne querfeldein mit Fahrrad-durch-Schnee-Schieben ihre Traumkörper formen können, sind wir anderen doch wirklich froh über unsere Bauhofmitarbeiter und all die anderen fleißigen Schneeschieber, die uns ein Durchkommen ermöglichen. Auf den Straße und auf den Gehwegen.

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