Du weißt, dass du aus Isny bist, wenn… – du hoffst, nicht umziehen zu müssen

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 Protest gegen steigende Mieten, für bezahlbaren Wohnraum und gegen soziale Ausgrenzung in München – manche Wohnungssuche in Is
Protest gegen steigende Mieten, für bezahlbaren Wohnraum und gegen soziale Ausgrenzung in München – manche Wohnungssuche in Isny könnte ebenso mit dem Wort „Wahnsinn“ beschrieben werden. (Foto: Ralph Peters)

Soziale Medien sind schnelllebig, manchmal sogar vergänglich. Die SZ-Redaktion spürt mit einer Kolumne in loser Folge oder aus aktuellem Anlass – auch mit einem Augenzwinkern – Themen nach, die in der Facebook-Gruppe „Du weißt, dass Du aus Isny bist, wenn...“ diskutiert werden. Alle bisherigen Folgen sind nachzusehen auf www.schwäbische.de/isny-facebook

Dass bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird, ist kein Geheimnis. Auch in Isny ist das Angebot an Mietwohnungen für Geringverdiener und Arbeitnehmer aus der Mittelschicht deutlich dünner gesät als die Nachfrage, obwohl von den Gemeinden im Landkreis nur Leutkirch und Argenbühl einen günstigeren Mietspiegel aufweisen.

Auf der Facebook-Gruppenseite sind häufig Aufrufe von Wohnungssuchenden zu finden, die auf Unterstützung aus dem Netz hoffen. Von „verzweifelt“ bis „freudig“, von „ein kleines Zimmer“ bis „mindestens vier Zimmer oder Haus“ ist alles vertreten; Paare, die Familienzuwachs planen, Singles, die im schönen Allgäu eine neue Arbeitsstelle antreten, junge Menschen, die von zu Hause ausziehen möchten, Familien, denen aus Eigenbedarf gekündigt wurde…

Die Liste der Umstände, weshalb eine neue Wohnung her muss, ist lang. Makaber: Die Reaktion anderer User besteht manchmal nur noch aus einem lachenden Emoticon.

Und sollte tatsächlich einmal eine Mietwohnung angeboten werden, kann man gar nicht so schnell schauen, wie die Namen von Facebook-Freunden gelistet werden, die sich für dieses Objekt bewerben könnten.

Obwohl Haustiere in der Regel sowieso nicht erlaubt sind und Raucher nicht die geringste Chance haben. Ebenso sollte man keine Freude am Musikhören haben oder – bewahre! – selbst ein Instrument spielen. Kinder sind bei Lärmbelästigung und Treppenhausverschmutzung auf einer Stufe mit großen Hunden und somit unerwünscht.

Wahrscheinlich haben taubstumme, gesundheitsfanatische Wochenendheimfahrer, die unter Beziehungsängsten leiden und von einer Tierhaarallergie geplagt werden, derzeit die besten Aussichten auf eine erfolgreiche Vermittlung.

Soziale Medien sind schnelllebig, manchmal sogar vergänglich. Die SZ-Redaktion spürt mit einer Kolumne in loser Folge oder aus aktuellem Anlass – auch mit einem Augenzwinkern – Themen nach, die in der Facebook-Gruppe „Du weißt, dass Du aus Isny bist, wenn...“ diskutiert werden. Alle bisherigen Folgen sind nachzusehen auf www.schwäbische.de/isny-facebook

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