Du weißt, dass du aus Isny bist, wenn… – du dich für sozialen Wohnungsbau interessierst

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In Isny fehlt günstiger Wohnraum.
In Isny fehlt günstiger Wohnraum. (Foto: Stefan Sauer)

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Mitte August hat Facebook-Nutzer „Dickes Be“ einen Beitrag des ZDF-Politmagazins „Frontal 21“ in der Isnyer Gruppe geteilt, in dem das sogenannte „Münsteraner Modell“ vorgestellt wird. Ein Projekt der Stadt Münster, um bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener zu schaffen.

Städtische Bauplätze werden hier nicht an den Höchstbietenden vergeben, sondern an denjenigen, der im Anschluss den günstigsten Mietpreis für die gebauten Wohnungen verspricht. Sollte der Baugrund nicht der Stadt gehören, erteilt diese nur dann eine Baugenehmigung, wenn auf mindestens der Hälfte des Grundstücks Sozialwohnungen errichtet werden.

Auch wenn einige Facebook-Gruppenmitglieder wieder völlig am Thema vorbeidiskutierten, mit rassistischen Beiträgen hetzten (von der SZ umgehend unterbunden), in Selbstmitleid badeten oder, wie Lukas S., schlicht die Meinung vertraten, „wir verdienen doch alle zu gut, reicht ja immer bis zum Monatsende!“, war die positive Resonanz auf das kleine Informations-Video groß.

Endlich eine Idee! Hoffnung auf Veränderung. Bevor noch mehr Menschen gezwungen sind, alles aufzugeben und in eine „billigere Gegend“ umzusiedeln.

Sascha H. steht gerade vor der schweren Entscheidung, Isny nach 22 Jahren den Rücken kehren zu müssen, da er keinen geeigneten Wohnraum mehr findet. Andere meldeten sich zu Wort, die ihr geliebtes Städtchen deshalb bereits verlassen haben: „Wir haben lange gekämpft, aber leider vergebens.“, schrieb Victoria T.

Der Isnyer Bürgermeister Rainer Magenreuter äußerte sich auch zum Thema: „Wir haben das Modell aus Münster, genau wie einige andere aus unserer Region (zum Beispiel Ravensburg oder Wangen), genau angeschaut und werden im Herbst dem Gemeinderat einen guten und passenden Vorschlag für die Vergabe der Bauplätze im Mittelösch präsentieren. Ausschließlich nach dem günstigsten Mietpreis zu vergeben halte ich nicht für richtig, da auch sichergestellt sein muss, dass dann keine Bruchbude vermietet wird.“

Na dann...

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