Die Abgründe von Kinderschicksalen

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 Die philippinische Theatergruppe Akbay macht sich für Kinder- und Menschenrechte stark.
Die philippinische Theatergruppe Akbay macht sich für Kinder- und Menschenrechte stark. (Foto: Walter Schmid)
Walter Schmid

Der Eintritt ist frei. Spenden für Preda sind willkommen und gehen ohne Abzug an die Preda-Stiftung.

Seit einigen Jahren tourt die junge, philippinische Theatergruppe Akbay jeweils gut zwei Monate lang durch Deutschland, um ihre Botschaft vom Kampf für Kinder- und Menschenrechte in die Welt hinauszutragen. Mit ihrem Theaterstück „Once we had a dream“ geben sie Einblick in das Schicksal ihrer Altersgenossen, das gezeichnet ist von Ausbeutung, Armut, Missbrauch und Sextourismus, einer Lebensrealität, in der die Würde des Menschen nichts zählt. Akbay gastiert auf Einladung des Weltladens am Donnerstag, 11. Oktober, um 19 Uhr im Kurhaus am Park in Isny.

Der deutsche Verein „Preda Freundeskreis“ unterstützt die Preda Kinderschutz- und Freihandelsorganisation auf den Philippinen und organisiert auch die diesjährige Tournee der Theatergruppe Akbay. Ihr Ziel ist es, gemeinsam die Vision von einer besseren Welt wachzuhalten. Mit diesem Theaterstück wird dem Besucher keine leichte Kost serviert – und das ist auch nicht gewollt. Das Musical bringt die eigenen Erlebnisse der jungen Leute auf die Bühne, ihre Erfahrungen und Enttäuschungen, aber auch ihre Träume und Visionen von einem menschlichen Leben in unserer gemeinsamen Welt.

Predas unmittelbares Ziel ist es, Kindern in Gefängnissen und Bordellen, hungernden und verlassenen Straßenkindern, zu Freiheit und einem menschlichen Leben zu verhelfen. In ihrem Fokus stehen genauso misshandelte Frauen, die Unterstützung der verarmten, rechtlosen Bevölkerung, Umweltschonung – wie auch Armutslinderung durch Kleinkredite an Kleinbauern und fairen Handel.

Akbay will mit seinem Musical-Drama auf die Grundbedürfnisse jedes Kindes hinweisen und die Diskussion über Hilfen für missbrauchte Kinder voranbringen, Sensibilisierung für diejenigen, die seit ihrer Kindheit Missbrauch und Missachtung ausgesetzt sind – und sich nicht selbst helfen können.

Die Aufführung findet in deutscher Sprache statt. Die sieben jungen Leute kommen am Mittwoch in Isny an und reisen am Freitag wieder ab zu ihrem nächsten Auftritt. Die Kurhausmiete übernimmt die Stadt. Die von Preda (Stiftung für die Genesung, Ermächtigung und Entwicklung der Menschen) erbetene Spende von 700 Euro für die Unkosten übernehmen die katholische und die evangelische Kirchengemeinde. Für Unterkunft und Verköstigung der Schaupielgruppe sorgt das Weltladenteam.

Der Eintritt ist frei. Spenden für Preda sind willkommen und gehen ohne Abzug an die Preda-Stiftung.

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