Dethleffs stellt in Stuttgart elektrische Visionen vor

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 Der „e.home Coco“ ist ein Anhänger, der sich mithilfe zweier Elektromotoren selbst antreibt.
Der „e.home Coco“ ist ein Anhänger, der sich mithilfe zweier Elektromotoren selbst antreibt. (Foto: Dethleffs)
Schwäbische Zeitung

Die Elektromobilität stellt Hersteller von Freizeitmobilen vor Herausforderungen, teilt das Isnyer Unternehmen Dethleffs mit. Seit Jahren werde an Zukunftslösungen sowohl im Caravan- als auch im Reisemobilbereich geforscht. In den vergangenen drei Jahren habe Dethleffs dazu zwei Fahrzeugprojekte heraus- und ein serienreifes Produkt auf den Markt gebracht. Zwei davon sind nun auf der Urlaubsmesse CMT zu sehen, nach dem Caravan-Salon in Düsseldorf die zweitwichtigste Messe für Caravaning und Touristik in Deutschland, die vom 11. bis 19. Januar in Stuttgart stattfindet.

Der „Globevan e.Hybrid“, das erste serientaugliche Dethleffs-Reisemobil mit Plug-In-Hybrid, und der inzwischen testreife, elektrische, sich selbst antreibende Wohnwagen-Prototyp „e.home Coco“ warten im Foyer der Eingangshalle Ost des Messegeländes Stuttgart auf die Besucher.

Alles habe 2017 mit einer Studie auf vier Rädern namens „e.home“ begonnen, teilt Dethleffs mit. Das erste elektrisch angetriebene Reisemobil ist rundherum mit Solarzellenfolien bedeckt und im Inneren mit intelligenten Lösungen bestückt. Das Ziel: Neben dem CO2-freundlichen Antrieb sollen auch die Gasflasche oder die Dieselstandheizung für den Betrieb im Stehen überflüssig werden. Leistungsstarke Batterien halten Heizung oder Kühlschrank in Betrieb. Computer, Fernseher oder Handyladestation – alles wird elektrisch versorgt. Im Bereich Wohnwagen ging der Hersteller laut Mitteilung im vergangenen Jahr einen Schritt weiter. Die Testphase des „e.home Coco“ laufe gerade. Die Weltneuheit sei die Lösung auf die Frage: Wie sollen Elektroautos in Zukunft Caravans ziehen, ohne dabei an Reichweite zu verlieren? Die Antwort: Mit einem Anhänger, der sich selbst antreibt. Was 2018 zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit als Vision präsentiert wurde, sei bis zur straßentauglichen Zulassung aber noch eine echte Herausforderung. Denn für einen Anhänger, der sich mit zwei Elektromotoren selbst anschiebt, gebe es noch keine vorgegebenen Sicherheitsnormen oder standardisierte Tests.

Neben dem nun testreifen Prototyp steht das erste serientaugliche E-Hybrid-Reisemobil auf der CMT gegenüber. Der „Globevan e.Hybrid“ ist ein Plug-In-Hybrid. Das heißt, über den im Fahrzeug verbauten Stromspeicher sind laut Mitteilung bis zu 50 Kilometer rein elektrische Reichweite möglich. Ein „1-LiterEcoBoost-Benzinmotor“ lade als Generator den Akku wieder auf. Damit liefere der Globevan insgesamt eine maximale Reichweite von 500 Kilometern.

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