Der Tierschutzverein bleibt eigenständig

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 Dieses Vorstandsteam leitet künftig den Isnyer Tierschutzverein. Nadine Seel (von links), Christine Hofer-Runst, Christine Baur
Dieses Vorstandsteam leitet künftig den Isnyer Tierschutzverein. Nadine Seel (von links), Christine Hofer-Runst, Christine Baur, Simone Dürrenberger und Wolfgang Brunner. (Foto: Michael Runst)
Schwäbische Zeitung

Nachdem der Tierschutzverein Isny seit dem vergangenen November ohne gewähltes Vorstandsteam agiert hatte, hat die außerordentliche Mitgliederversammlung am Freitagabend ein erfreuliches Ergebnis gebracht. Mit Christine Hofer-Runst konnte der Verein eine tierschutzerfahrene Vorsitzende für sich gewinnen und somit die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit des Vereins wiederherstellen.

Klaus Hägele, Vertreter der Stadtverwaltung Isny, begrüßte zahlreiche Mitglieder und erfreulicherweise auch interessierte Nichtmitglieder, die wohl über die neu gestaltete Facebook-Seite den Weg zur Mitgliederversammlung fanden. Er bedankte sich nochmals beim Verein für die kompetente und unverzügliche Unterstützung, die der kürzlich eingetretene Ölunfall erforderte (die SZ berichtete). Zudem freue er sich außerordentlich, dass sich an diesem Abend eine Vorstandslösung für den Tierschutz gefunden habe.

Nach Prüfung der aktuellen Satzung leitete Frank Ebersbach, der mit seiner Kollegin Sabrina Röll den Landestierschutzverband vertrat, die anstehenden Wahlen. Neben Christine Hofer-Runst verstärken künftig drei stimmberechtigte Beisitzer die erweiterte Führungsriege. Der von den Mitgliedern befürchtete „Worst Case“, ein Zusammenschluss mit Nachbarvereinen oder gar eine befürchtete Auflösung, ist somit endgültig vom Tisch. Anne-Rose Schlagentweith bedankte sich mit liebevollen und sehr emotionalen Worten bei den neuen Verantwortlichen. Sie zitierte aus einem Gedicht des Bad Wurzacher Salvatorianer-Paters Agnellus Schneider: „Jedes lebende Wesen hat eine von Gott geschenkte Seele.“

In ihrer Begrüßungsansprache dankte die neu gewählte Vorsitzende ihrer Vorgängerin, Heide Wittner, für deren jahrelanges Engagement im Tierschutz. Ein weiteres Dankeschön galt Bernd Raible, der über viele Jahre dem Vorstand als Kassier angehörte und der in den vergangenen Wochen die Geschicke des Vereins mit großem persönlichen Einsatz weiterführte und für einen Zusammenhalt der Gemeinschaft sorgte. „Isny ist gut aufgestellt, der Verein hat großartige Mitglieder und wir im Vorstandsteam werden die Arbeit der nächsten Wochen gemeinsam sicher gut bewältigen können. Oberste Priorität haben jedoch die Tiere, die unsere Hilfe benötigen. Wir erwarten in Kürze den Eichhörnchennachwuchs, anschließend beginnt die Brutzeit der Vögel, worauf im Anschluss gleich die ersten Frühjahrskatzen folgen werden“, erläuterte Hofer-Runst das kommende Arbeitspensum des Vereins.

Der Abend hatte weitere freudige Überraschungen parat. Die schwierige Situation durch die derzeit geschlossene Tierauffangstation in Leutkirch könnte sich im Jahresverlauf auch auf Isny auswirken. „Wir brauchen Katzenpflegestellen“ lautete das Credo. Spontan fanden sich drei Damen, die sich bereiterklärten, Katzen kurzzeitig zu versorgen, sollten die Kapazitäten im Tierheim Karbach erschöpft sein.

Ein wichtiges Medium, um miteinander im Gespräch zu bleiben, ist dabei der monatliche Tierschutzstammtisch. Er findet jeweils am ersten Mittwoch im Monat statt und wird in der örtlichen Tagespresse angekündigt. Dazu sind alle Interessierten willkommen, die mit Anregungen, oder auch mit Kritik, die aktive Arbeit des Tierschutzvereins Isny unterstützen und bereichern mögen.

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