Dem Nachwuchs wird eine Stimme gegeben

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Der neue Vorstand und Jugendausschuss (von links, vorne) Patrick Neumann, Jan Lenz, Tom Maus, Ian Mayer, (hintere Reihe, von li
Der neue Vorstand und Jugendausschuss (von links, vorne) Patrick Neumann, Jan Lenz, Tom Maus, Ian Mayer, (hintere Reihe, von links) Leo Maus, Angelika Biesinger, Dagmar Brüning und Lasse Schwegler. Es fehlt Jakob Fischer. (Foto: Tanja Kulmus)
Tanja Kulmus

Neuer Pistenbully wird angeschafft

Die Stadt investiert weiter ins Prädikat „Wintersportort“: Bei nur einer Gegenstimme (Peter Clement; SPD) und ohne weitere Aussprache hat der Isnyer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Anschaffung eines neuen Pistenbullys zugestimmt. Für die Bestellung wurden der Verwaltung 189 500 Euro netto genehmigt, die Summe ist im Haushalt 2018 eingestellt.

Im Vorfeld hatte Loipenwart Erhard Pferdt argumentiert, dass ab 3000 Betriebsstunden mit erhöhtem Reparaturaufwand zu rechnen sei, Erfahrungen des vergangenen Winters hätten das bestätigt, hieß es in der Vorlage der Verwaltung. Der aktuell genutzte Bully, Baujahr 2003, habe inzwischen rund 3900 Betriebsstunden auf dem Buckel, die Ausfallzeiten erschwerten, regelmäßig gut gespurte Loipen zu gewährleisten. Nach rund 2900 Betriebsstunden hatte bereits der Motor wegen eines Defekts ausgetauscht werden müssen.

Außerdem sei das Fahrzeug auf den rund 35 000 Kilometern, die es zurückgelegt hat, deutlich mehr beansprucht worden als vergleichbare Geräte auf alpinen Hängen, weil mit der hohen Kilometerleistung beim Spuren der Loipen zudem eine Vielzahl an Straßenquerungen einher gingen. (sts)

Bereits eine Stunde vor Beginn der Jahreshauptversammlung durften sich Tom Maus und Jan Lenz über das Erscheinen von 16 Sportlern im Alter von neun bis 16 Jahren zur ersten Jugendvollversammlung der Geschichte freuen. Der Wintersportverein will mit deren Etablierung ein Zeichen für den Nachwuchs setzen: „Wir möchten euch eine Stimme im Verein geben. Ihr sollt die Interessen der Sportler vertreten dürfen“, erklärten die zwei Vorstände.

Und die jungen Sportler lieferten begeistert und motiviert Ideen für abteilungsübergreifende Aktionen. Im Jugendausschuss mitzuwirken, erklärten sich Patrick Neumann, Leo Maus, Jakob Fischer, Ian Mayer und Lasse Schwegler bereit. In Kürze werden sie in ihrer ersten Ausschusssitzung den Jugendvertreter wählen, der die unter 18-jährigen Mitglieder im Vorstand vertreten wird.

Im Anschluss begrüßte Tom Maus die knapp 40 Mitglieder, die zur Jahresversammlung in der Mensa des Gymnasiums erschienen waren und eröffnete mit dem Bericht des Vorstandes die Sitzung offiziell. Das Wort „Stolz“ zog sich als roter Faden durch den Rückblick auf das letzte Jahr. „Ich bin stolz auf die Arbeit der letzten zwei Jahre, die ich als Vorstand mit meinem Team geleistet habe“, sagte Maus. Infrastrukturen im Bereich IT seien optimiert, der Bereich Öffentlichkeitsarbeit intensiviert worden. Dabei sei er vor allem stolz auf alle Mitglieder, die den Verein in seiner täglichen Arbeit unterstützen. „Es war ein schwieriger Beginn für mich. Heute sag ich, ich bin froh und stolz, dass ich hier stehe“, meinte Maus. Die gute Zusammenarbeit mit seinem Team mache das Bewältigen von „belastenden“, bürokratischen, gesetzlichen Vorschriften, etwa die neue Datenschutzgrundverordnung, doch etwas einfacher. Ebenso habe der Verein die Voraussetzungen geschaffen, das neue Jugendschutzgesetz regelkonform umzusetzen. Stolz sei er als Vorstand auch darauf, bald eine neue einheitliche Vereinskleidung anbieten zu können: „Damit unterstreichen wir die Außenwirkung und tragen den Namen auch optisch nach außen.“

Großprojekt Hasenbergschanze

Einen großen Dank richtete er an die Stadt Isny. Eine „konstruktive Kommunikationsebene“ sei gefunden worden und die sehr gute Zusammenarbeit ermögliche ein gutes Vorankommen. Das Großprojekt Hasenbergschanze „untermauert unsere Position im DSV“, bringe den Verein auf der anderen Seite aber auch an seine Grenzen und es „wird noch ein langer harter Weg“. Damit richtete Maus, wie schon sein Vorgänger Willi Rudhardt, den Appell an alle Mitglieder, sich zur Hilfe anzumelden.

Er fuhr fort, dass er natürlich stolz sei auf die Erfolge der Sportler, sie trügen den Namen der Stadt auf nationaler und internationaler Ebene in allen drei Disziplinen – Alpin, Langlauf und Skisprung – hinaus. Für einen im Vergleich kleinen regionalen Verein mit 750 Mitgliedern sei das eine große Leistung und beweise den Erfolg der sehr guten Nachwuchsarbeit.

Ebenfalls neu geschaffen wurde die Stelle eines Infrastruktur-Verantwortlichen, die mit Jörg Hofmann besetzt wurde. Er ist zukünftig für die Koordination der Instandhaltung der Sportstätten zuständig. Eine vakante Stelle habe der WSV noch zu vergeben, verkündete Tom Maus. Der Verein stemme einige Wettkämpfe, aber auch Veranstaltungsbeteiligungen wie bei „Isny macht blau“ oder der „Schlossweihnacht“. Hierfür werde ein „Organisationstalent“ gesucht mit Lust, solche Veranstaltungen zu koordinieren.

Nach der jeweils einstimmigen Entlastung der Kassierin Angelika Biesinger und des Vorstandes erfolgten die Neuwahlen, die Ehrenmitglied Sepp Mechler schnell und unkompliziert führte. Einstimmig wurde die gesamte Vorstandschaft wiedergewählt. Ebenso einstimmig war das Ergebnis der Abstimmung über die Satzungsänderungen. Maßgebliche Punkte waren hierbei die Beitragserhöhung und Trainervergütung. Der Verein wolle vor allem den jungen Trainern eine Aufwandsentschädigung geben. Nach zwölf Jahren erhöht der WSV seine Beiträge. Begründet vor allem durch den intensiven Trainingsbetrieb, der sich nicht kostendeckend rechne, werden die Beiträge im Bereich Jahres- und Aktivenbeitrag ab dem kommenden Jahr angehoben.

Neuer Pistenbully wird angeschafft

Die Stadt investiert weiter ins Prädikat „Wintersportort“: Bei nur einer Gegenstimme (Peter Clement; SPD) und ohne weitere Aussprache hat der Isnyer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Anschaffung eines neuen Pistenbullys zugestimmt. Für die Bestellung wurden der Verwaltung 189 500 Euro netto genehmigt, die Summe ist im Haushalt 2018 eingestellt.

Im Vorfeld hatte Loipenwart Erhard Pferdt argumentiert, dass ab 3000 Betriebsstunden mit erhöhtem Reparaturaufwand zu rechnen sei, Erfahrungen des vergangenen Winters hätten das bestätigt, hieß es in der Vorlage der Verwaltung. Der aktuell genutzte Bully, Baujahr 2003, habe inzwischen rund 3900 Betriebsstunden auf dem Buckel, die Ausfallzeiten erschwerten, regelmäßig gut gespurte Loipen zu gewährleisten. Nach rund 2900 Betriebsstunden hatte bereits der Motor wegen eines Defekts ausgetauscht werden müssen.

Außerdem sei das Fahrzeug auf den rund 35 000 Kilometern, die es zurückgelegt hat, deutlich mehr beansprucht worden als vergleichbare Geräte auf alpinen Hängen, weil mit der hohen Kilometerleistung beim Spuren der Loipen zudem eine Vielzahl an Straßenquerungen einher gingen. (sts)

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