Das Programm für die „Klavier-Plus“-Frühjahrssaison 2020 im Überblick

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 Das Trio Marvin spielt am Sonntag, 17. Mai, im Refektorium im Schloss Isny.
Das Trio Marvin spielt am Sonntag, 17. Mai, im Refektorium im Schloss Isny. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

„Klavier Plus“, die von der Dr.-Renate-und-Karl-Schuh-Stiftung unterstützte Kammermusikreihe rund um den Schimmel-Flügel im Refektorium des Isnyer Schlosses, startet am Freitag, 24. Januar, in die neue Saison. Das Programm hat das Kulturforum Isny zusammengestellt, der Vorverkauf läuft bereits.

Auftakt am 24. Januar ist um 19.30 Uhr die Kombination Klavier und Akkordeon: Isabelle Pincsek und Goran Kovacevic beweisen mit ihrem Programm „Song of my Heart“ laut Ankündigung, dass das Akkordeon auch ein Instrument für die Klassik ist. Sie spielen Kompositionen von Astor Piazzolla, Frédéric Chopin, Ennio Morricone und spannende, leidenschaftliche Eigenkompositionen. Dabei lassen sie ihren reichen Erfahrungsschatz aus verschiedenen Stilen einfließen, ob nun europäische Klassik und Moderne oder amerikanischen Jazz, Balkanmusik und Tango Nuevo.

Helena Antonova-Labrosse und Bruno Jouard spielen am Samstag, 22. Februar, um 15 Uhr ein Programm für Klavier und Flöte. Das Nachmittagskonzert umfasst Jules Mouquets „Sonate“, Louis Gannes „Andante et Scherzo“, Claude Bollings „Suite for Flute an Jazz Piano Trio“ sowie Kompositionen von Georgi Vassilievitch Sviridov, Carl Reinecke und Aleksandr Alexandrovitch Alabiev. Das klassische Programm hat auch Anklänge aus Romantik und Jazz.

Helena Antonova-Labrosse und Bruno Jouard haben jeweils eine Professur für ihre Instrumente inne an einem Konservatorium in Frankreich. Jouard ist regelmäßiger Gast bei internationalen Orchestern und Kammermusik-Ensembles sowie auf Festivals, auch der Isny Oper.

Weiter geht „Klavier Plus“ mit der außergewöhnlichen Kombination von Klavier und Hackbrett am Freitag, 24. April, um 19.30 Uhr. Lauriane Follonier und Komalé Akakpo stellen ein abwechslungsreiches Programm vor mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Sonate A-Dur, KV 305“, Dorothea Hofmanns „Im Garten der sprechenden Blumen“, Franz Schuberts „Sonatine g-Moll, D. 408“, Joseph Haydns „Sonate Nr. 60 C-Dur Hob. XVI:50“ sowie Kompositionen von Johannes X. Schachtner, Johann Schobert, Carl Philipp Emanuel Bach sowie Béla Bartók. Das heutige „Volksmusikinstrument“ Hackbrett sei im 18. Jahrhundert in gehobenen Kreisen groß in Mode und Vorbild für das spätere Hammerklavier gewesen, heißt es in der Ankündigung, auf dem Follonier aktuell ihren Master für Alte Musik abschließt. Sie erhielt laut Ankündigung für ihre Konzertleistungen schon zahlreiche Auszeichnungen. Akakpo studierte Hackbrett und Gitarre. Neben seiner regen Konzerttätigkeit arbeitet er als Komponist und musikalischer Leiter für Produktionen am Staatstheater Augsburg, am Mainfrankentheater Würzburg und am Stadttheater Ulm.

Das vielfach ausgezeichnete Trio Marvin mit Klavier, Violine und Violoncello spielt am Sonntag, 17. Mai, ab 19.30 Uhr Werke wie Ludwig van Beethovens „Trio D-Dur für Violine, Violoncell und Klavier, op. 70,1“, Carl Philipp Emanuel Bachs „Sonate für Klavier, Violine und Violoncello in e-Moll Wq 89 Nr. 5“ und Franz Schuberts „Klaviertrio B-Dur, op. 99 (D 898)“. Die Pianistin Vita Kann, der Cellist Marius Urba und die Geigerin Marina Grauman fanden 2016 in Leipzig zusammen. Nur wenige Monate später gewannen sie den ersten Preis beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerb 2017 in Berlin und nach weiteren Auszeichnungen 2018 den „Grand Prize“ beim weltgrößten Kammermusikwettbewerb „Melbourne International Chamber Music Competition“.

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