Christbaumloben mit den Partnerstädten

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 Fünf Tage lang wird der festlich geschmückte Christbaum im Schlosshof gelobt.
Fünf Tage lang wird der festlich geschmückte Christbaum im Schlosshof gelobt. (Foto: Stadt Isny/Rau)
Schwäbische Zeitung

Das Christbaumloben ist im Allgäu und Schwaben ein weit verbreiteter Brauch. Im vergangenen Jahr wurde die Tradition auch ins Programm der Isnyer Schlossweihnacht aufgenommen, die dieses Jahr vom 4. bis 8. Dezember nicht nur zum Schlemmen und Schlendern im stimmungsvoll geschmückten Schlosshof einlädt, sondern eben auch zum gemeinsamen „Christbaumloba“.

Und nachdem 2018 auch die Besucher aus den Isnyer Partnerstädten großen Gefallen an dem Brauch gefunden hatten, beteiligen sie sich dieses Jahr aktiv am gemütlichen Beisammensein. Auftakt ist am Mittwoch, 4. Demzember, um 19 Uhr mit Bürgermeister Rainer Magenreuter, Vertretern der Isny Marketing GmbH (IMG) und anschließend Mitglieder der Partnerschaftskommission mit der englischen Stadt Street aus Isny.

Am Donnerstag ist offenes Christbaumloben für jedermann, Gruppen sind von der IMG herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen. Wie überhaupt die Teilnahme von Besuchern der Schlossweihnacht an jedem Tag willkommen ist – sei es mit einem Lied, einem Gedicht oder sonst einem nett formulierten, gerne auch spaßigen Kompliment für den festlich geschmückten Christbaum.

Am Freitag, 6. Dezember, um 17.30 Uhr stimmen Besucher aus den Partnerstädten Flawil in der Schweiz und Sotkamo in Finnland das Lob auf den Isnyer Christbaum an. Die finnische Delegation wird angeführt von Bürgermeister Mika Kilpeläinen, ihn begleiten Sakari Seppänen, der Vorsitzende der Stadtverwaltung von Sotkamo, Bildungsdirektorin Merja Ojalammi und Tourismuschefin Kaisu Väänänen.

Einziger Wermutstropfen während der Vorbereitungen des Besuchs und den Bemühungen, dem Kontakt mit der finnischen Partnerstadt wieder mehr Leben einzuhauchen: Die Isnyer können den geplanten Gegenbesuch in Sotkamo im Januar nicht antreten. Der Grund: Der Veranstalter hat den Charterflug abgesagt.

Weiter geht das Christbaumloben am Samstag, 7. Dezember, um 20 Uhr mit den Gästen aus der französischen Partnerstadt Notre-Dame-de-Gravenchon, die dieses Jahr erstmals eine eigene Hütte mit ihrer Tombola beziehen dürfen. Den Abschluss am Sonntag, 8. Dezember, übernimmt um 16.30 Uhr die Isnyer Josia-Schule. Treffpunkt für alle Besucher der Schlossweihnacht, die mitloben wollen, ist direkt unterm Christbaum.

Entstanden ist das Christbaumloben Ende des 19. Jahrhunderts und bis heute vor allem in Südendeutschland bekannt. Wie genau der Brauch entstand, ist nicht belegt, er kam jedoch mit dem Nadelbaum ins Wohnzimmer. Im Mittelpunkt steht die Geselligkeit, wenn Pracht, Wuchs und Schmuck des Chistbaums gelobt werden. Als Dankeschön gibt es von den „Gelobten“ einen Schnaps.

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