Brisantes Allgäuderby zwischen Beuren und Isny steht an

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Andre Schneider (Mitte) empfängt mit dem SV Beuren den FC Isny zum brisanten Bezirksliga-Derby.
Andre Schneider (Mitte) empfängt mit dem SV Beuren den FC Isny zum brisanten Bezirksliga-Derby. (Foto: Rolf Schultes)
Klaus Eichler

Der 21. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga hat unter anderem ein absolutes Spitzenspiel und ein brisantes Allgäuderby zu bieten. Spitzenreiter FC Leutkirch gastiert beim Tabellensiebten SG Argental. Der SV Kressbronn hat den SC Unterzeil-Reichenhofen zu Gast.

Das Topspiel findet beim SV Baindt statt, wo der neue Tabellendritte den Zweiten SG Kißlegg empfängt. „So manchem ist die Situation glaube ich schon unheimlich“, gesteht Trainer Armin Lauriola, „trotzdem, der ganze Verein strahlt derzeit“. Lauriola brachte nach holprigem Auftakt schnell Ruhe in den Verein, „die Mannschaft dankt es mit Punkten“, sagt Lauriola. Ruhe herrscht auch bei der SG Kißlegg, die weiter am Spitzenreiter FC Leutkirch dran sind. „Diesen Monat wird sich zeigen, wohin die Reise geht“, ist Kißleggs Coach Roland Wiedmann sicher, „wir gehen auch die Aufgabe in Baindt mit der nötigen Lockerheit an“. Wiedmann hat alle Spieler an Bord, bis auf den rotgesperrten Armin Küchle, „der tut aber weh“, sagt Wiedmann.

FC Leutkirch muss auf mehrere Stammspieler verzichten

Tabellenführer FC Leutkirch ist bei der SG Argental zu Gast. „Wir verspüren weiter keinen Druck“, sagt FC-Trainer Patrick Straub, „meine Jungs sollen Spaß haben am Fußball“. Straub ist sich bewusst ob der Schwere der Aufgabe, „aber darauf haben wir uns eingestellt“. Can Bozoglu und Malick Dambel fehlen weiterhin verletzungsbedingt, dazu gesellt sich noch Torgarant Daniel Biechele, der gesperrt ist. „Leutkirch kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, meint Argentals Coach Philipp Meißner selbstbewusst, „auch wir verspüren keinen Druck, die Favoritenrolle liegt nicht bei uns“. Das Hinspiel hat die SG trotz 1:0-Führung 1:3 verloren, „aus diesem Spiel haben wir sehr viel mitgenommen“, sagt Meißner, vor dem ersten Spiel auf Laimnauer Rasen.

„Wir sind einfach keine Spitzenmannschaft“, beklagt sich Trainer Uwe Hansen vom FC Isny nach dem Pokalaus beim A-Ligist FC Wangen II und der Heimniederlage gegen den SV Baindt. „Ich bin schon enttäuscht“. Das brisante Allgäuderby beim SV Beuren ist das erste von fünf Auswärtsspielen in Folge. Als Krönung wartet dann der Tabellenführer. Sonntag, Donnerstag, Sonntag, so der Rhythmus, „da kommt einiges auf uns zu“, weiß Hansen, der auf seinen rotgesperrten Innenverteidiger Serhat Akkas verzichten muss. „Woche für Woche mit veränderter Aufstellung spielen, macht keinen Spaß“. In den letzten vier Begegnungen gegen den SV Beuren gab es keinen Dreier für Isny.

Der SV Kressbronn behauptet sich weiter unter den Top-Fünf-Teams, obwohl die Mannschaft von Trainer Klaus Gimple in den vergangenen drei Liga-Begegnungen dreimal Unentschieden spielte und dabei nur ein Tor erzielte. Spielerisch kehren einige Spieler wieder zurück, „ich habe also wieder Alternativen“, freut sich Gimple. Sein Team muss beim SC Unterzeil-Reichenhofen antreten, der zuletzt zweimal verloren hat. „Für uns eine machbare Aufgabe“, sagt Gimple.

Zum Kellerduell erwartet der SV Haisterkirch Aufsteiger TSV Ratzenried, wo für beide gilt: Wer den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht verlieren will, muss gewinnen. „In diesem Spiel zählen nur die drei Punkte“, sagt Haisterkirchs Spielertrainer Daniel Allgäuer, „wir müssen endlich eine Serie starten“. Das will der TSV Ratzenried auch. „Ein extrem wichtiges Spiel für uns“, sagt TSV-Trainer Markus Steidle, „wo es um viel geht“. Sein Team habe übers Osterwochenende eine gute Leistung abgeliefert. „Wir haben viel Selbstvertrauen getankt“, verrät Steidle.

War der 4:1-Sieg von Schlusslicht SG Aulendorf gegen den TSV Tettnang nur ein Strohfeuer? Der Punkt beim Zweiten Kißlegg war greifbar, durch einen späten Gegentreffer wurde daraus nichts. Gegen den TSV Meckenbeuren unternimmt die SG einen neuerlichen Anlauf, das Abstiegsgespenst doch noch zu vertreiben. Der Gegner hat diese Sorgen nicht, trotz schmerzhafter Heimniederlage gegen den SV Haisterkirch. „Wenn man so viele Möglichkeiten liegen lässt, kann man nicht gewinnen“, meint Trainer Daniel Schmid, „auch gegen kampfstarke Aulendorfer werden wir viel Geduld aufbringen müssen“.

Maierhöfen-Grünenbach will nachlegen

Nach mageren Wochen ist beim SV Maierhöfen-Grünenbach die Siegermentalität wieder erwacht. 4:0 gegen den SC Unterzeil-Reichenhofen, 2:0 gegen den TSV Tettnang, „Die Sicherheit bei uns ist wieder da“, sagt Trainer Alex Odemer, der beim SV Seibranz nachlegen will. „Seibranz hat eine gute und junge Mannschaft“, warnt Odemer. Seibranz spielte zuletzt gegen Argental und Beuren Unentschieden und musste sich dem Spitzenreiter nur knapp mit 0:1 geschlagen geben. „Die darf man nicht unterschätzen“, sagt Odemer.

Aufsteiger TSV Tettnang verharrt weiter im Tabellenkeller. Zwei Punkte aus den letzten vier Spielen, im Kampf um die Klasse ist das deutlich zu wenig. Auch wenn die Punkte gegen die Schwergewichte FC Leutkirch und den SV Seibranz geholt wurden, gegen unmittelbare Konkurrenten wie der SV Maierhöfen-Grünenbach und die SG Aulendorf ließ der TSV Punkte liegen. Zu Hause gegen den SV Mochenwangen unternimmt die Mannschaft von Trainer Dieter Koch eine0n neuen Anlauf, den ersten Dreier in 2018 zu verbuchen, auch wenn von den letzten sechs Begegnungen gegen Mochenwangen der TSV nur einmal als Sieger vom Platz ging.

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