Brandneues Theaterstück des Filmemachers Leo Hiemer kommt nach Isny

 Der Kemptener Musiker Rainer von Vielen (Mitte) hat gemeinsam mit Michael Schönmetzer die musikalische Leitung inne.
Der Kemptener Musiker Rainer von Vielen (Mitte) hat gemeinsam mit Michael Schönmetzer die musikalische Leitung inne. (Foto: Birgitta Weizenegger)
Schwäbische Zeitung

Zehn Tage nach der Uraufführung im Stadttheater Kempten kommt die neue Inszenierung „Die Jüdin und der Kardinal“ ins Isnyer Kurhaus am Park, teilt Isny Marketing mit. Die Vorstellung mit dem „Theater in Kempten“ am Freitag, 5. November, 19.30 Uhr ist Teil des Begleitprogramms zur Aktion „Isny liest ein Buch“. Der Vorverkauf für den Theaterabend startet am 18. Oktober in der Isny Info sowie bei Reservix.

Bereits seit mehreren Wochen verschafft sich Thomas Meyers Best- und Longseller „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ Raum in Isny: Passend zum bundesweiten Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ steht der Roman des Züricher Autors 2021 im Mittelpunkt der zweiten Auflage der Aktion „Isny liest ein Buch“, die zum kollektiven Lesen einlädt. Das vielseitige Begleitprogramm vertieft verschiedene Aspekte des Romans und widmet sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig den Themen jüdische (Alltags-)Kultur und jüdisches Leben in Deutschland.

Zu den Höhepunkten des Programms zählt eine Eigenproduktion des „Theater in Kempten“. Das Stück „Die Jüdin und der Kardinal“ stammt vom bekannten Filmemacher Leo Hiemer, der 1954 in Maierhöfen geboren wurde und dem mit dem Allgäu-Kultfilm „Daheim sterben die Leut‘“ der Durchbruch gelang. Als Autor verfasst der Vater zweier erwachsener Töchter, der heute in Kaufbeuren lebt, auch historische Bücher, Radiofeatures und Theaterstücke.

Nach dem Film „Leni …muss fort“, dem Buch „Gabi. Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz“ und der Ausstellung „Geliebte Gabi“ setzt Leo Hiemer sich ein weiteres Mal mit dem Schicksal von Gabriele Schwarz auseinander: Als jüdisches Pflegekind wuchs die kleine Gabi bei einer katholischen Familie auf einem Bauernhof im Westallgäuer Ort Stiefenhofen auf, bis sie im Alter von fünf Jahren in einer Ausschwitzer Gaskammer starb. Das neue Theaterstück rückt erstmals die Geschichte ihrer Mutter Lotte Eckart in den Fokus, die – mit der Hilfe des angesehenen Kardinals Faulhaber - verzweifelt versuchte, sich und ihr Kind vor den Nationalsozialisten zu retten.

Regie führt Silvia Armbruster, die den historischen Kontext in ein heutiges mediales Umfeld stellt und durch die Betonung der zeitlichen Distanz eine ungeheuer verdichtende emotionale Nähe schafft. Neben Ernst Konarek (Kardinal Faulhaber) und Corinne Steudler (Lotte Eckart) gehören auch Rainer von Vielen und Michael Schönmetzer zum Ensemble.

Tickets sind im Vorverkauf in der Isny Info im Hallgebäude am Marktplatz, online unter isny.reservix.de sowie bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Das gesamte Begleitprogramm (wird in Kürze veröffentlicht) sowie Details zur Aktion „Isny liest ein Buch“ gibt’s unter www.isny.de/isnyliesteinbuch.

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