Beethovens Opus 10 erklingt im Kurhaus

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 Pianist Dmitrij Romanov wird im Foyer des Kurhauses Klavier spielen.
Pianist Dmitrij Romanov wird im Foyer des Kurhauses Klavier spielen. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Die von Hans-Christian Hauser initiierte Reihe der Mittagsmusiken am Bösendorfer Flügel im Foyer des Kurhauses geht weiter: Der virtuose Pianist Dmitrij Romanov aus München spielt am Sonntag, 12. Januar, um 15 Uhr passend zum Beethovenjahr Ludwig van Beethovens Sonate D-Dur op. 10 Nr. 3. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Die drei Sonaten von Beethovens Opus 10 zeichnen sich laut Mitteilung des Veranstalters durch eine übermäßig hohe Experimentierfreudigkeit aus. Die Sonate sei Gräfin Anna Margarete von Browne gewidmet, die den jungen Beethoven gemeinsam mit der feinen Wiener Gesellschaft regelmäßig einlud. Es habe eine gegenseitige Verehrung geherrscht, sodass Beethoven ihr die drei Sonaten widmete, die er zwischen 1796 und 1798 komponierte.

Humorvoll-skurrile, rhythmisch-pointierte Musik

Weiterer Programmpunkt sind ein Adagio und ein Walzer aus dem Ballett „Aschenbrödel“. Es handele sich um ein abendfüllendes Werk mit der Musik von Sergej Prokofiew, uraufgeführt 1945 am Bolschoi-Theater in Moskau. Ganz im Sinne des Sozialistischen Realismus sei das Werk darauf angelegt, zwar eine Märchenhandlung zu erzählen, aber das Schwergewicht gemäß der sozialistischen Kunstdoktrin auf das Humanistische, den Sieg des Guten und Einfachen über Habgier, Arroganz und Unterdrückung zu legen. Prokofjews humorvoll-skurrile, rhythmisch-pointierte Musik treffe den Märchenton der Vorlage und biete den Tänzern wirkungsvolle, virtuose Darstellungsmöglichkeiten. Leitmotive für die Protagonisten spielten eine wichtige Rolle.

Bereits 1944 habe der Komponist eine Suite für Klavier veröffentlicht, die sechs Stücke aus dem Ballett enthält. Der Große Walzer aus der Ballszene zeige den Festsaal, in dem Cinderella erscheint. Alle Augen richten sich auf sie und der Prinz tanzt ab jetzt nur noch mit ihr. Der langsame Walzer sei Teil der Erkennungsszene: Als Aschenputtel den Schwestern beim Anziehen helfen soll, fällt aus ihrem Kleid der andere Schuh. Der Prinz erkennt sie sofort.

Gespannt sein darf man laut Veranstalter man zum Abschluss des Programms auf die von Dmitrij Romanov 2018 komponierten „6 Etüden“.

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