Baustellen samt Straßensperrungen in 2018

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Die Pflasterarbeiten am Burgplatz dauern bis 13. April, die Sperrung ist der Auftakt zum „Baustellen-Marathon“ ab 2018 in der I
Die Pflasterarbeiten am Burgplatz dauern bis 13. April, die Sperrung ist der Auftakt zum „Baustellen-Marathon“ ab 2018 in der Isnyer Innenstadt. (Foto: Tobias Schumacher)
Schwäbische Zeitung

Die ersten Tage nach Ostern haben einen Vorgeschmack darauf gegeben, was 2018 an Behinderungen durch Baustellen in der Isnyer Innenstadt – und nicht nur dort – auf Einwohner und Gäste zukommt: Noch bis Freitag, 13. April, sollen die aktuellen Arbeiten zum Austausch des Pflasters am Burgplatz dauern. Die Durchfahrt durchs Wassertor ist deshalb seit Dienstag gesperrt, ebenso ist ein Abbiegen aus der Bahnhofstraße in Richtung Kurhaus nicht möglich. Die „Halteflächen“ vor dem Drogeriemarkt Müller und der Volksbank-Filiale sind nicht zu erreichen. Sämtliche Busse, die den Bereich sonst befahren, wenden am Busbahnhof vor dem Kurhaus.

Seit gestern haben zwischen Blaserturm und Bergtorstraße die Vorbereitungen für die archäologischen Grabungen am Marktplatz begonnen, ein Kleinbagger hob die Asphaltdecke ab. Angrenzend an die bereits 2017 freigelegten historischen Mauerreste vor dem Hirsch soll abschnittsweise das Erdreich in Richtung Marktplatz untersucht werden. Wie lange die Baustelle läuft, wird abhängig sein von den Funden, die zu Tage gefördert werden. Immerhin vermuten die stadtgeschichtlichen Hobbyforscher Roland Manz, Erhard Bolender und Heinz Bucher just an dieser Stelle nicht nur die Überreste des einstigen Isnyer Rathauses, sondern die „Keimzelle“ der mittelalterlichen Siedlungsgründung der Stadt.

Laut Stadtverwaltung sind hier zunächst keine Straßensperrungen nötig, zumindest, was die Bergtorstraße und den Marktplatz betrifft. Und abgesehen von der schon länger nicht passierbaren Durchfahrt zwischen Hallgebäude und Hirsch, an dem nach SZ-Informationen in Kürze die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten beginnen sollen. Ab dem Frühsommer wird ein Gerüst für die Fassaden- und Dacharbeiten auf dem Gehweg entlang der Bergtorstraße errichtet.

Parken in der Hofstatt eingeschränkt

Dies ist die erste von insgesamt fünf Baumaßnahmen, die in der Auflistung der Stadt ab 2018 der Hofstatt zugeordnet werden. Die vier weiteren sind Erschließungs- und Kanalarbeiten, die Öffnung des Stadtbachs zwischen Volksbank und Hallgebäude sowie dessen Gestaltung, weiter „Straßenbelagsarbeiten“ (hinter dem Wort verbirgt sich unter anderem das auf 1,1 Millionen geschätzte neue Granitpflaster) und der beginnende Umbau des Hallgebäudes. Zur Hofstatt teilt die Stadtverwaltung mit: „Sämtliche Parkplätze hinterm Hallgebäude sind ab Anfang Mai nur noch mit Einschränkungen nutzbar. Ab Anfang Juni stehen diese Parkplätze bis Mitte 2019 nicht mehr zur Verfügung.“

Diese Zeitspanne ist insgesamt für sämtliche Baumaßnahmen in der Hofstatt vorgesehen. Was danach mit der Freifläche zwischen Hallgebäude und Volksbank passiert, ob sie bebaut wird oder weiter als innerstädtischer Parkplatz nutzbar ist, darüber hat der Gemeinderat noch nicht entschieden.

Ebenfalls schon jetzt ab April wird auch die Obertorstraße zu einem Baustellenschwerpunkt in der Altstadt: Für die Vorbereitungen zum Neubau eines Mehrparteien-Wohnhauses anstelle des früheren Gasthofs „Rössle“ ist laut Stadtverwaltung eine halbseitige Straßensperrung nötig, die bis Anfang Juli dauern soll. Für mindestens zwei Tage wird der Abschnitt komplett gesperrt, wenn der Nahwärmeanschluss zum Grundstück verlegt wird. Die begleitenden Baumaßnahmen ohne Sperrung taxiert die Stadtverwaltung auf etwa zwei Wochen.

Am Kurringer-Eck wird ab dem 14. Mai der Kran für den Neubau des „Barfüßer“-Hotels eingerichtet, was in diesem Bereich ebenfalls eine halbseitige Sperrung der Obertorstraße nach sich zieht. Die Baustellendauer für „Wohnbebauung und Erlebnisgastronomie“ taxiert die Stadtverwaltung in ihrer Übersicht bis 2019, die Neugestaltung des Marktplatzes für 2020/21, die Neugestaltung der Obertorstraße auf 2021/22.

Sperrungen außerhalb der Altstadt

In den Pfingstferien, von Ende Mai bis Anfang Juni, wird in der Lindauer Straße zwischen der Polizei und dem Hotel Hohe Linde die Wasserleitung saniert und die Fahrbahn erneuert. Eine „Straßensperrung, eventuell halbseitig“ bezeichnet die Stadtverwaltung als „notwendig“. Die Tiefbauarbeiten hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vor Ostern einstimmig an die Firma Dobler aus Lindenberg vergeben, deren Angebot über 116 121,15 Euro netto in der Ausschreibung das günstigste war.

Die gleiche Firma erhielt von den Stadträten in der Sitzung am 19. März außerdem den Zuschlag für ihr Angebot über netto 138 485,63 Euro, für die sie im Bufflerweg zwischen der Einmündung Wilhelmstraße und dem „Haus Seitz“ die alte Wasserleitung austauscht und den Straßenbelag erneuert. Die damit einhergehende Vollsperrung ist vom 25. Juni bis 20. Juli vorgesehen. Stadtrat Wolfgang Dieing (Freie Wähler), zugleich leitender Notarzt der Rettungswache, wies darauf hin, dass die Sperrung für die DRK-Einsatzfahrzeuge eine Beeinträchtigung darstellt. Bürgermeister Rainer Magenreuter kündigte eine enge Abstimmung an.

Die Pfingstferien sollen außerdem genutzt werden, um die Nahwärmeleitung im General-Moser-Weg zu verlegen, unter anderem im Vorgriff auf den Neubau des Schulzentrums. Auch hier ist laut Stadt eine Straßensperrung notwendig.

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