B-12-Ortsumfahrung Großholzleute ist im vordringlichen Bedarf

Lesedauer: 3 Min

Die Bundesstraße 12 führt direkt durch Großholzleute und somit auch am Historischen Dorfgasthof Adler vorbei. Seit vielen Jahre
Die Bundesstraße 12 führt direkt durch Großholzleute und somit auch am Historischen Dorfgasthof Adler vorbei. Seit vielen Jahren wünschen sich die Menschen in der Isnyer Ortschaft eine Umfahrung. (Foto: Archiv: Felix Kästle)

Im am Mittwoch von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellten Bundesverkehrswegeplan 2030 ist auch die B-12-Ortsumfahrung Großholzleute aufgeführt. Die Maßnahme ist mit „vordringlichem Bedarf“ gekennzeichnet.

„Ich freue mich sehr über diese Entscheidung und bedanke mich bei Bundesminister Dobrindt und Staatsekretär Norbert Barthle für ihre Unterstützung“, sagte Waldemar Westermayer, der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Ravensburg. „Es ist uns gelungen, das Ministerium von der Bedeutung der Projekte zu überzeugen“, führte Westermayer weiter aus. Jetzt könne die Planung und Umsetzung durch die Verantwortlichen vor Ort beginnen.

Wie Westermayer freute sich auch Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter über die Berücksichtigung der Maßnahme in Großholzleute – die Freude war allerdings nicht uneingeschränkt. Magenreuter wies darauf hin, dass die B-12-Ortsumfahrung von Großholzleute bereits im 2003 aufgestellten und bisher gültigen Bundesverkehrswegeplan aufgeführt gewesen sei. Ebenso sagte Magenreuter, dass die am Mittwoch vorgestellte Liste des Bundesverkehrsministeriums „ohne Priorität“ sei. Deshalb sei unklar, wann die B-12-Maßnahme an der Reihe sein könne

Bei der Bekanntgabe des Regionalverbands im vergangenen Oktober war die Ortsumfahrung Großholzleute zwar aufgeführt gewesen, allerdings an letzter Stelle unter „vordringlichem Bedarf“ bei den Maßnahmen in der Region. Mehrere wesentlich teurere Projekte sollten demnach den Vorrang erhalten. Dazu kommentierte Magenreuter: „Die Ortsumfahrung Großholzleute wäre eine der günstigsten Maßnahmen.“ Die Kosten werden momentan mit etwa zwölf Millionen Euro angenommen. Umso besser sei eine vergleichsweise geringere finanzielle Aufgabe umzusetzen, sagte der Isnyer Bürgermeister.

Der Bundesverkehrswegeplan ist das zentrale Planungsinstrument für den Ausbau und den Erhalt der Schienenwege und Straßen des Bundes. Hierzu wurden rund 2000 Projektideen angemeldet und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bewertet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen