Amokfehlalarm am Isnyer Gymnasium

Lesedauer: 4 Min
 Ein Amok-Fehlalarm sorgte in Isny für einen Polizeieinsatz.
Ein Amok-Fehlalarm sorgte in Isny für einen Polizeieinsatz. (Foto: Stephan Jansen)
pam

Ein Fehlalarm hat am Mittwochvormittag am Gymnasium Isny für große Aufregung gesorgt. Laut Polizei handelte es sich dabei um einen sogenannten „Amokalarm“.

Die Schüler und Lehrer haben sich daraufhin für etwa 45 Minuten in den Klassenräumen eingeschlossen, erklärt der stellvertretende Schulleiter Axel Bächi gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“ Eine Gefahr für die Schüler und Lehrer bestand laut Bächi zu keinem Zeitpunkt.

Standardisierte Durchsage

Aufgrund des Alarms wurde eine standardisierte Durchsage ausgelöst, in der die Schüler und Lehrer darauf hingewiesen werden, dass es eine Gefahrensituation gebe, bei der „Lebensgefahr“ besteht und dass man sich in den Klassenzimmern einschließen solle, erklärt Bächi.

„Technische Störung“

„Stand jetzt handelte es sich um einen Fehlalarm, der durch eine technische Störung ausgelöst wurde. Die Polizei hat das Gebäude durchsucht und dann die einzelnen Räume wieder freigegeben. Gegen 11.30 Uhr hat die Polizei das gesamte Gebäude wieder vollständig freigegeben“, schreibt Bächi auf der Schulhomepage. Auf SZ-Nachfrage betont er nochmals, dass für die Schüler zu keiner Zeit Gefahr geherrscht habe.

Schulleiter: Schüler haben sich vorbildlich verhalten

Bächi bedankt sich in seinem Statement bei den Lehrern und Schülern, die sich vorbildlich verhalten hätten. „Im Anschluss haben wir die Situation in den einzelnen Klassen besprochen und versucht aufzuarbeiten. Wir hoffen, dass auch dies im Rahmen der Möglichkeiten gut gelungen ist“, so Bächi.

Klar sei aber auch, dass jeder Schüler so eine Situation anders verarbeite. „Manche gehen ganz cool damit um“, sagt er. Man werde in Zusammenarbeit mit der Fachfirma, die die Anlage installiert hat, versuchen, den Fehler rasch zu finden und zu beheben. „Das war definitiv ein aufregender Tag heute“, so Bächi.

Polizeibericht: Kein Einsatz des Rettungsdienstes notwendig

In ihrem Bericht erklärt die Polizei, dass die Reaktion von Schülern und Lehrkräften der Schule den offensichtlich gut einstudierten Handlungsanweisungen entsprachen. Das Polizeipräsidium Konstanz führte Polizeikräfte an das Gymnasium heran und ging vom Ernstfall aus, bis geklärt war, dass ein Fehlalarm vorliegt.

Anschließend erfolgte die Aufhebung des Amok-Alarms. Die Verantwortlichen entschieden, dass der Einsatz des Rettungsdienstes oder eine Nachbetreuung an der betroffenen Schule nicht erforderlich sei.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen