Abschied und Neuanfang auf dem Isyner Abiball

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 77 Isnyer Schüler haben ihren Abschluss in der Tasche.
77 Isnyer Schüler haben ihren Abschluss in der Tasche. (Foto: MARIA MAICHEL)
Kim Romagnoli

Glück, seelische Reife und persönliche Freiheit, aber auch Veränderung – dafür steht die Zahl 77 in der Numerologie. Die symbolische Bedeutung lässt sich in diesem Jahr gut auf den Abiturjahrgang des Gymnasiums Isny übertragen – besteht dieser doch aus 77 scheidenden Schülern.

Nun feierten sie im Kurhaus auf dem eigenständig organisierten Abiball ihren erfolgreich absolvierten Abschluss, das Ende der zwölfjährigen Schullaufbahn und eine Zukunft, die es nun individuell zu gestalten gilt. Familie, Freunde, Lehrer sowie Schulleitung kamen zusammen, um beim Sektempfang auf die Absolventen und ihren Erfolg anzustoßen.

Zunächst wurde Schulleiter Jochen Müller auf die Bühne gerufen, der in seiner Rede auch Hindernisse und Hürden ansprach, die auf die ehemaligen Schüler künftig zukommen werden. „Sollen wir sie lieben, diese Welt?“, fragte Kabarettist und Schriftsteller Hanns Dieter Hüsch in einem seiner Gedichte, das Müller zitierte, um darauf aufmerksam zu machen, dass das bestandene Abitur natürlich Grund zu Freude und Feier bietet, die jungen Erwachsenen auf ihrem kommenden Weg allerdings auch Vernunft, Bedacht und Respekt wahren sollten.

Obwohl die Abitur-Zeugnisse und bestimmte Preise bereits an der Entlassfeier überreicht wurden, bat man vier Absolventen erneut zur Preisvergabe auf die Bühne. Simon Sterk durfte sich über den englischen Partnerschafts-Preis freuen, Linus Frisch bekam den Dr.-Franz-Immler-Preis für sein Engagement verliehen, David Reeg wurde für seine außerordentlich gute Leistungen im Abitur mit einer Meldung zur „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ belohnt und Charlotte Florack erhielt den Scheffel-Preis der literarischen Gesellschaft und den Fachschafts-Preis Deutsch.

Den Höhepunkt des Abends stellten die Beiträge des Abschlussjahrganges dar, die zum einen vielfältige Talente, zum anderen auch viel Sinn für Humor unter Beweis stellten. Charlotte Florack und Linus Lenke beeindruckten mit der Schülerrede in Form eines Poetry-Slams. Das Publikum begleitete die beiden bei ihrem Gedankenspaziergang durch die vergangenen acht Jahre und staunte über das sprachliche und inhaltliche Niveau des Textes.

Für zahlreiche Lacher sorgten zwei unterhaltsame Videos der Neigungsfächer Musik und Chemie. Beeindruckend war ebenso die Aufführung des Kurses Literatur und Theater, der es schaffte durch Witz und Können das Publikum das gesamte Stück hindurch zu unterhalten. Das bunte Programm wurde abgerundet durch Danksagungen, die an die Lehrer sowie weitere wichtige Personen des Schulgeschehens gerichtet wurden. Ein einstudiertes Medley der Musik-Kurse sorgte am Ende des Programms noch einmal für festliche Stimmung.

Nach diesem gelungenen Abschluss ließen die Anwesenden den Abend noch einige Stunden mit Tanz und netten Gesprächen ausklingen – stets begleitet von dem Gedanken, dass jedes Ende auch einen Neuanfang in sich bringt. „Ob man letztendlich in einem Rennauto im Kreis fährt oder Bücher schreibt, ist eigentlich egal. Jeder darf und soll sein Talent finden“, resümierte Lehrerin Birgit Claus in ihrer Rede anlässlich der Scheffel-Preis-Vergabe: Jetzt folgt für die 77 Abiturienten ein unbekannter Abschnitt ihres Lebens mit neuen Herausforderungen, neuen Begegnungen und neuen Erfahrungen.

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