33. Isny Opernfestival zeigt „Šarlatán“ von Pavel Haas

dk

Als Teil des bundesweiten Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ steht die Oper „Šarlatán“ von Pavel Haas im Mittelpunkt des 33. Isny Opernfestivals vom 17. bis 21. August. Spielort ist wie im vergangenen Jahr der Innenhof von Schloss Isny. Das traditionelle Festivalkonzert des Ensembles findet am 15. August in der Isnyer Nikolaikirche statt.

„Šarlatán“ (Der Scharlatan) ist die Geschichte eines Quacksalbers namens Pustrpalk und seiner Liebe zur schönen Amaranta. Das Sujet ist Josef Wincklers Roman „Der Wunder-Doktor Johann Andreas Eisenbarth“ entnommen. Die Oper in drei Akten und sieben Bildern wurde 1938 in Brünn, dem Geburtsort des tschechisch-jüdischen Komponisten, uraufgeführt. 1941 wurde Pavel Haas ins KZ Theresienstadt deportiert. Er starb im Oktober 1944 in Auschwitz-Birkenau.

Auf dem Programm des diesjährigen Festivalkonzertes am 15. August, 19 Uhr, in der Isnyer Nikolaikirche stehen Mendelssohns vierte Symphonie „Die Italienische“ und die Hoheliedkantate „Flame of the Lord“ des amerikanischen Komponisten Simon Sargon. Zur Aufführung kommt zudem Beethovens Violinkonzert mit dem virtuosen Solisten Adrián Ibáñez-Resjan (Sibelius-Akademie Helsinki), der bereits im letzten Jahr Kurt Weills Violinkonzert im Schlosshof Isny spielte.

Wie 2020 wird die Oper auch in diesem Jahr pandemiebedingt ausschließlich unter freiem Himmel im Innenhof von Schloss Isny und nur bei trockener Witterung auf die Bühne gebracht. Insgesamt werden im Zeitraum vom 17. bis 21. August drei Aufführungen gegeben. Sollte nicht im Freien gespielt werden, laden Mitglieder des Festivalensembles zu Kammermusik ins Kurhaus am Park. Diese „Minikonzerte“ beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, die beteiligten Instrumentalisten freuen sich jedoch über eine Spende.

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