Tempolimit und Mittelmarkierung sollen Unfallgefahr verringern

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Auf der Kreisstraße 8039 zwischen Winterbach und Sattelbach sind viele Autos sehr flott unterwegs.
Auf der Kreisstraße 8039 zwischen Winterbach und Sattelbach sind viele Autos sehr flott unterwegs. (Foto: Elke Oberländer)
elo

Auf der Kreisstraße 8039 zwischen Winterbach und Sattelbach sind die Autos oft mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Im Kreistag hat Siegfried Scharpf im Namen der ÖDP-Fraktion kürzlich den Antrag gestellt, auf dieser Strecke eine Mittelmarkierung anzubringen und das erlaubte Tempo auf 80 Kilometer pro Stunde zu begrenzen.

„Schlicht atemberaubend“ sei die Geschwindigkeit, mit der viele Fahrzeuglenker die Straße zwischen Sattelbach und Winterbach befahren, klagt der Fraktionsvorsitzende der ÖDP. Viele würden weit schneller als die erlaubten 100 Kilometer pro Stunde fahren. Dabei würden die Fahrzeuge „mit praktisch nur wenigen Zentimetern Abstand aneinander vorbei rasen“, berichtet Scharpf. Selbst kleinste Fahrfehler könnten so zur Katastrophe führen.

Die Kreisstraße sei allenfalls sechs Meter breit, sagt der Kreisrat. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordere bereits seit langem, auf solch schmalen Straßen das Tempo auf 80 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Außerdem lasse sich die Häufigkeit von Unfällen mit einer Mittelmarkierung weiter senken.

Als sehr gefährlich empfinden auch viele Anwohner diese Strecke. Eine Seniorin berichtet, dass sie lieber den Umweg über Wälde fahrt, als sich „von Rasern bedrängen und womöglich in der Kurve überholen“ zu lassen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung „Lebensqualität durch Nähe“ hatten viele Bürger aus der Altgemeinde Kappel den Wunsch vorgebracht, auf dieser Strecke einen sicheren Radweg zu bauen. Derzeit würden sie ihre Kinder lieber mit dem Auto nach Horgenzell zur Schule fahren, als sie auf der gefährlichen Strecke mit dem Fahrrad fahren zu lassen.

„Wir waren bereits mit einer Verkehrsschau vor Ort und wir führen Gespräche mit dem Landratsamt“, berichtet Horgenzells Bürgermeister Volker Restle, zugleich Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag. Es gebe Vorschriften, ab welcher Straßenbreite die Straßenmitte markiert werden dürfe, erklärt Restle. Die Kreisstraße zwischen Winterbach und Sattelbach sei für eine solche Markierung nicht breit genug. Jetzt werde darüber beraten, ob es in diesem Fall möglich sei, von den Vorschriften abzuweichen. Der Kreistag hat Scharpfs Antrag einstimmig an den Ausschuss für Umwelt und Mobilität verwiesen.

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