Stromausfall: Baum in Hochspannungsleitung gestürzt

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 Stromausfall: Baum stürzt in Horgenzell in Hochspannungsleitung
Stromausfall: Baum stürzt in Horgenzell in Hochspannungsleitung (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Schwäbische Zeitung

Bei Waldarbeiten zwischen dem Horgenzeller Ortsteil Happenweiler und dem Urbanstobel ist am Donnerstagmorgen um 7.56 Uhr ein Baum in eine 20 000-Volt-Freileitung der Netze BW gestürzt. Betroffen vom Stromausfall waren Haushalte und Betriebe in einem Streifen vom östlichen Stadtrand Markdorfs über Fuchstobel bis zum Süden der Gemeinde Deggenhausertal. Das teilte die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit.

Nach knapp einer halben Stunde hatte die Bereitschaft die Fehlerstelle lokalisiert und konnte daraufhin einen großen Teil der Anschlüsse wieder ans Netz nehmen. Um 8.47 Uhr waren nach weiteren Schaltmaßnahmen in Abstimmung mit der Zentralen Leitstelle in Ravensburg fast alle wieder versorgt. Lediglich im Umfeld der Unglücksstelle erwies sich die Wiederversorgung als deutlich aufwändiger. Der umgestürzte Baum hatte eines der drei Leiterseile gerissen, das bis spätestens Freitag repariert werden soll. In der Zwischenzeit wird der Urbanstobel mithilfe eines Notstromaggregats versorgt.

Versorgung kann schnell wiederhergestellt werden

Das 20 000-Volt-Mittelspannungsnetz ist in Form „offener Ringe“ aufgebaut, sodass sich im Störungsfall gestörte Abschnitte „herausgeschalten“ lassen. Durch weitere Umschaltungen innerhalb der Ringstruktur können betroffene Ortsnetzstationen (dort wird die Spannung von 20 000 Volt auf die Hausanschluss-Spannung von 230/400 Volt heruntertransformiert) sozusagen „von der anderen Seite“ versorgt werden, noch bevor eine Reparatur beginnt. Die sollte im Anschluss jedoch möglichst rasch erfolgen, damit die Vorteile dieser „offenen Ringe“ erhalten bleiben. Bei den in ländlichen Gebieten verbreiteten Anschlüssen an Stichleitungen kann das natürlich nicht funktionieren.

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