Horgenzell springt auf Relegationsplatz

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 Leonie Knauf (rechts) und der SV Horgenzell haben gegen den TSV G.A. Stuttgart II einen wichtigen Heimsieg gefeiert.
Leonie Knauf (rechts) und der SV Horgenzell haben gegen den TSV G.A. Stuttgart II einen wichtigen Heimsieg gefeiert. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

SVH: Edbauer, Grewe, Hodrus, Jehle, Klimsa, Knauf, Kuchelmeister, Lauenroth, Schwandt, Schwandt, Steidele.

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Volleyball-Oberliga haben die Spielerinnen des SV Horgenzell am Samstagabend einen enorm wichtigen Heimsieg gefeiert. Die Horgenzellerinnen gewannen zu Hause gegen den TSV G.A. Stuttgart II mit 3:1 (18:25, 25:17, 25:19, 25:11). Durch den Sieg zog Horgenzell an Stuttgart vorbei, kletterte auf den achten Tabellenplatz und wahrte seine Chance auf den Relegationsplatz und damit den Klassenerhalt.

Beide Mannschaften lagen vor dem Spieltag punktgleich auf den Abstiegsplätzen. Aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses lag der SV Horgenzell hinter Stuttgart. Im Hinspiel hatten die Horgenzellerinnen trotz des Fehlens beider Zuspielerinnen einen überraschenden 3:1-Sieg geschafft. Mit diesem positiven Erlebnis im Rücken und dem unbedingten Willen, den vielleicht rettenden Relegationsplatz zu erobern, startete der SVH ins Spiel. Dennoch standen am Samstagabend die Vorzeichen ungünstig. Die knappe Niederlage gegen die TG Bad Waldsee am vorherigen Spieltag hatte alle verunsichert. Hinzu kam, dass Zuspielerin Katharina Grewe ihre Verletzung noch immer nicht auskuriert hatte.

Wende im zweiten Satz

Entsprechend nervös startete das Spiel. Schnell lag der SVH im Rückstand, und dieser wuchs beständig an. Viele kleine Fehler und eine zu risikolose Spielweise führten zum 18:25-Satzverlust. Es sah nach einer deutlichen Niederlage aus. Doch der zweite Durchgang sorgte für die Wende. Die SVH-Spielerinnen legten ihre Unsicherheit ab und zeigten Kampfeslust. Nun durften die Zuschauer in einem Kopf-an-Kopf-Rennen lange Ballwechsel und krachende Punkte über die Mittelpositionen beklatschen. Beim Stand von 17:17 schritt SVH-Spielführerin Carina Steidele zum Aufschlag. Mit gefährlichen Aufschlägen in die Schnittstelle und starker Feldabwehr holte Horgenzell unglaubliche acht Punkte in Folge. Ein Aufatmen ging durch die Halle. Das 25:17 kam einem Befreiungsschlag gleich.

Die Sätze drei und vier liefen anschließend fast wie von selbst. In allen Elementen kehrte bei Horgenzell nun wieder Sicherheit und Selbstvertrauen ein. Wenn Stuttgart aufholte, nahm SVH-Trainer Jürgen Schulz eine Auszeit und beruhigte seine Spielerinnen. Eine stabile Annahme und Feldabwehr ermöglichte es Spielmacherin Sara Schwandt, das Spiel zu beschleunigen. Dieser Tempowechsel machte den Stuttgarterinnen schwer zu schaffen. Sie hatten Mühe, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Ein ums andere Mal scheiterten die Gäste am immer besser werdenden Horgenzeller Block. Auch lange Ballwechsel, die insbesondere den dritten Satz der Begegnung kennzeichneten, entschied der SV Horgenzell für sich. Folgerichtig verbuchten die Oberschwaben die Sätze drei und vier mit 25:19 und 25:11 für sich.

Mit diesen drei Punkten schob sich Horgenzell in der Tabelle an Stuttgart vorbei auf den Relegationsplatz. Nun gilt es, diesen Tabellenplatz in den letzten drei Spielen der Saison zu verteidigen.

SVH: Edbauer, Grewe, Hodrus, Jehle, Klimsa, Knauf, Kuchelmeister, Lauenroth, Schwandt, Schwandt, Steidele.

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