Wo sich Ehepaare, Zwerge und Schneewittchen tummeln

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Happy End für Schneewittchen: Endlich ist der Märchenprinz da und auch die Zwerge freuen sich.
Happy End für Schneewittchen: Endlich ist der Märchenprinz da und auch die Zwerge freuen sich. (Foto: Maria Luise Stübner)
Maria Luise Stübner

Wo geht man hin am Gumpigen Donnerstag? Natürlich zur Frauen- und Seniorenfasnet in die Maria-Thanner Festhalle. Bieten hier doch Frauenbund Maria-Thann, Frauenkreis Wohmbrechts und die Hergatzer Bäuerinnen einen närrischen Nachmittag vom Feinsten. Auch heuer kamen die Besucher wieder in Scharen in die liebevoll dekorierte Halle. Sie wurden mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und nicht zuletzt mit einem Programm, das sich gewaschen hatte.

Und das nicht nur in dem Sketch „Berta und Schorsch“, in dem Irmgard Wehle-Woll und Georg Wiedemann das Thema Reinlichkeit aus sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachteten. Urkomisch auch Anne Spieler als Moderatorin, die vor jedem Programmpunkt in ein neues Häs schlüpfte und eine Handtasche präsentierte, die auch zum Wonderbra taugt. Spieler holte sich zwei Geburtstagskinder aus den Zuschauerreihen auf die Bühne: Ursula Kiechle, die über Jahre Vorsitzende des Frauenbundes war, und Adelheit Hagspihl als treues Mitglied.

Rita Schmitt enterte gleich dreimal temperamentvoll die Bretter, die die Welt bedeuten: mit dem vergnüglichen Sketch „Beim Friseur“, als Gesangsduo mit Ehemann Edgar und in „Mein 60. Geburtstag“, wo Michael Zeh die Rolle des Göttergatten übernommen hatte und sich sicher war, dass sein runder Geburtstag im Gegensatz zu dem seiner Frau groß gefeiert werden muss. Pfarrer Martin Weber kam diesmal als Polizist und schilderte seinen anstrengenden Tag. In dem Audi-Quattro- und pfeilschnelle Porsche-Fahrer vorkamen, Betrunkene und nicht einfache Befragungen, um der Wahrheit auf den Grund zu kommen.

Den Vogel schossen die Donnerstagsfrauen des TSV Wohmbrechts mit ihrem Showtanz „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ab. Hier wurde nicht nur der Spiegel befragt, wer die Schönste in ganz Wohmbrechts ist. Hier zeigte auch Schneewittchen viel Power und den Ohrwurm „Weil ich ein Mädchen bin“. Wie es so kommen musste, biss sie in den unvermeidlichen Apfel. Um erst dann wieder zum Leben zu erwachen, als sie der fesche Märchenprinz küsste. Peppige Songs untermalten das Geschehen, und die Zwerge setzten sich beim Zwergenlied in Szene, zeigten, dass sie größer sind als man glaubt. Davon konnte das begeisterte Publikum einfach nicht genug kriegen.

Und schon konnte man auch die lustige Szene zur Liedzeile „Zwerge geh’n zu siebt aufs Klo“ nochmal genießen. Zwischen den Programmpunkten nahmen die großteils kostümierten Besucher die Gelegenheit wahr, zu der Live-Musik von „Prinz Eugen“ ein flottes Tänzchen zu wagen.

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