Pilger aus dem ganzen Land sind in Leutkirch unterwegs

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Drei Tage lang auf dem Oberschwäbischen Pilgerweg unterwegs, machen die Pilger am Freitag Rast in Gebrazhofe. Links Organisator (Foto: Carmen Notz)
Carmen Notz

Drei Tage lang sind etwa 80 Pilger aus ganz Baden-Württemberg, vorrangig aber aus dem Landkreis Biberach, auf ruhigen Wegen südlich von Leutkirch im Allgäu unterwegs gewesen. Am Freitag machten sie in Gebrazhofen Rast. Veranstalter ist der Verein der Freunde und Förderer Oberschwäbischer Pilgerweg aus Bad Saulgau-Friedberg.

Für beide Übernachtungen hatte man das Tagungshaus Regina Pacis in Leutkirch ausgewählt, das mit seinen Angeboten und Hauskapelle den passenden Rahmen für Pilger bieten kann. Betend, singend, aber auch schweigend ging es auf den Variationen des Oberschwäbischen Pilgerwegs am ersten Tag von Bad Waldsee aus durch Wiesen, Weiler und Wälder über Haisterkirch nach Bad Wurzach mit Eucharistiefeier auf dem Gottesberg.

Von Leutkirch aus wanderten die Pilger, die aus allen Teilen Baden-Württembergs zum diesjährigen Pilgern nach Pfingsten kamen, zunächst zur Wolfgangskapelle bei Reichenhofen, wo eine kurze Andacht abgehalten wurde. In der Wallfahrtskirche in Rötsee wurde eine Marienandacht gehalten und anschließend in der Gaststätte ein Mittagsessen eingenommen. Gegen 16.30 Uhr erwartete man die Pilgergruppe in Gebrazhofen und überraschte sie mit einer Kaffeepause, vorbereitet vom Frauenteam des Seniorenkreises in Gebrazhofen.

Zuvor wurde natürlich in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gesungen, gebetet und der ehemalige Ortsheimatpfleger Herbert Mayer gab interessante Informationen zur wunderbaren Ausstattung dieser Dorfkirche. Neben einigen künstlerischen Kostbarkeiten lokaler und überregionaler Maler und Bildhauer, kann die Kirche sogar mit einem frühbarocken Altar aus dem Dom zu Rottenburg aufwarten.

Während doch einige Sonnenstrahlen die Pilger bei Gebrazhofen beglückten, ging es weiter nach Engerazhofen zur bekannten Wallfahrtskapelle La-Salette, benannt nach ihrem Vorbild in den französischen Alpen, wo die Muttergottes drei Hirtenkindern erschienen sein soll. Dort feierte der Schirmherr des Oberschwäbischen Pilgerwegs, Prälat Franz Glaser, der geistliche Begleiter Jürgen Brummwinkel und die örtlichen Patres mit den Pilgern einen Gottesdienst. Mit dem Bus ging es zurück ins Haus Regina Pacis. Am Freitag begann die Pilgerwanderung in Ratzenried zum Franziskanerklösterle in der Allgäustadt Wangen. Mit der Kirche in Pfärrich hatte Organisator Egon Oehler mit Ehefrau Rita einen weiteren kirchenhistorischen Höhepunkt im Allgäu ausgewählt, wo die Abschlussmesse und der Einzelsegen stattfand.

Die Pilgerwanderung nach Pfingsten fand dieses Jahr zum fünften Mal statt, jedes Jahr werden andere kirchliche wie auch landschaftliche Kostbarkeiten auf verschiedenen Pilgerwegen von Egon Oehler aus Bad Saulgau mit seinem Team ausgewählt. Mitwandern können zwischen 80 und 120 Leute, je nachdem, wie es mit Übernachtungen machbar ist. Infos gibt’s im Internet unter

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