Weltstars kommen zum Einhaldenfestival

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Weltstars kommen zum Einhalfenfestival
Kultur in der Natur lautet das Motto des Einhaldenfestivals, das in diesem Jahr vom 26. bis 29. Juli in Geratsreute bei Fronhofen im Landkreis Ravensburg stattfindet. Wieder einmal kommen Weltstars nach Oberschwaben. Im vergangenen Jahr war es der ungarische Stargeiger Roby Lakatos, in diesem Jahr treten der Liedermacher Konstantin Wecker und der brasilianische Jazzstar Paula Morelenbaum auf.

Karten für das Einhaldenfestival gibt es ab 29 Euro (ermäßigt 23 Euro) im Vorverkauf bei der „Schwäbischen Zeitung“ unter Telefon 0751 / 29555777 oder unter tickets.schwaebische.de

An der Abendkasse zahlt man drei Euro mehr pro Ticket.

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Schon wieder schafft es das Einhaldenfestival, Weltstars auf das flache Land zu bringen. In diesem Jahr treten der Liedermacher Konstantin Wecker und der brasilianische Bossanova-Star Paula Morelenbaum auf der Bühne des Kaseshofs in Geratsreute bei Fronhofen auf. Normalerweise singt Paula Morelenbaum im legendären New Yorker Jazz-Club „Blue Note“, jetzt also in Geratsreute, wo das Festival nun schon zum zweiten Mal stattfindet, nachdem es 2017 vom namensgebenden Einhaldenhof in der Gemeinde Horgenzell weggezogen ist. Zu manchen Programmpunkten gibt es auch in diesem Jahr freien Eintritt.

Von Donnerstag, 26. Juli, bis inklusive Sonntag, 29. Juli, gibt es auf dem Kaseshof also wieder hochkarätige Musik zu hören – und das für die gesamte Familie. Denn den Organisatoren ist es wichtig, dass das Festival auch für Kinder offen ist. So ist es eines der wenigen Festivals überhaupt, die sogar Familienkarten und ein spezielles Kinderprogramm anbieten. „Bei uns liegen auch mal Kinder vor der Bühne“, erzählt Veit Hübner, Jazz-Musiker und Organisator des Einhaldenfestivals.

Für das Einhalden-Team ist gleich der Donnerstag, 26. Juli, der eigentliche Höhepunkt des Festivals. Nachdem es im vergangenen Jahr mit dem ungarischen Stargeiger Roby Lakatos musikalisch nach Osteuropa ging, geht es in diesem Jahr musikalisch nach Südamerika. Dafür sorgt vor allem Paula Morelenbaum mit ihrem Auftritt (Beginn 19.30 Uhr, Einlass 17.30 Uhr). Wieder einmal sind es die Kontakte von Veit Hübner, die es möglich machen, dass ein Weltstar wie Morelenbaum aus Rio de Janeiro auf den Kaseshof kommt. Die Jazz-szene ist klein und man kennt sich. Paula Morelenbaum ist mit Antônio Carlos Jobim, dem Schöpfer des berühmten Klassikers „The Girl From Ipanema“, bekannt geworden. Zehn Jahre spielte sie in dessen Band. Jetzt ist sie mit Joo Kraus und Ralf Schmid im „Bossarenova Trio“ unterwegs. „Ich habe mal mit ihr eine CD aufgenommen. Da habe ich gemerkt, dass sie auch im Jazz ganz genaue Vorstellungen hat, was brasilianischer Groove ist“, berichtet Veit Hübner.

Sein Bruder Gregor spielt als Eröffnung Latin-Jazz mit dem „El Violin Latino“-Projekt. Er wird kubanische, argentinische und brasilianische Rhythmen präsentieren. Nach Paula Morelenbaum spielt dann die Band von Veit Hübners Sohn Ferdinand (Rikas) Beat-Rock auf der Hofbühne. „Früher waren sie beim Einhaldenfestival in der Spülküche, jetzt haben wir gerade noch Glück, dass sie bei uns auftreten können. Sie sind mittlerweile eine gefragte Band“, berichtet Hübner.

Es wird auch politisch

Nach 2013 und 2015 ist Konstantin Wecker mittlerweile zum dritten Mal Gast auf dem Einhaldenfestival. So wird der Freitag (27. Juli) ein politischer Abend. Wecker präsentiert sein Programm „Poesie und Widerstand“ anlässlich seines 70. Geburtstages (Einlass 17.30, Beginn 19.30 Uhr). „Ich wollte immer Liebeslieder schreiben. Doch meine immer stärker werdende Wut auf Neid, Fremdenhass und Profitgier zwingen mich dazu, mich mehr denn je einzumischen“, wird Wecker im Programmheft zitiert. Davor tritt Veit Hübners Projekt Berta Epple auf, das schon bei der Stallwächterparty in der baden-württembergischen Vertretung in Berlin mit dem Programm „Im Casino. Die Rente ist sicher“ zu Gast war. Geboten wird ein musikalisches Kabarett. Den Abschluss dieses Abends macht die Indie-Rock-Pop-Band auf der Hofbühne.

Der Samstag (28. Juli) steht schließlich im Zeichen der Familie. Wie in den vergangenen Jahren auch werden Christof und Vladislava Altmann mit „Der Löwe lacht“ ein Liedertheater für die ganze Familie bieten (Einlass 13 Uhr, Beginn 14 Uhr). Zu diesem Programmpunkt wie auch bei der BOB-Session ab 16 Uhr mit ausgewählten Finalisten der Ravensburger Musikwoche (Cat Balou, Voltkid und Dario) ist der Eintritt frei. „Es gehört zu unserer Politik, dass wir guten Nachwuchsbands ein Forum bieten, die es sonst schwerer haben, eine Bühne zu finden“, sagt Hübner. Mittlerweile sind einige dieser jungen Musiker groß herausgekommen. Dazu zählen unter anderem der Ravensburger Peter Pux und auch Manarun. Abends präsentiert Maxi Schafroth sein Kabarett „Faszination Bayern“, den Abend (Beginn 19.30 Uhr, Einlass 17.30 Uhr) eröffnet Erpfenbrass mit Funk-Brass. Den Abschluss macht die Vive La Bräss Bänd mit Straßenfeger-Funk auf der Hofbühne. Dies ist die Nachfolgeband, der Zäpflebrassband, die schon 2017 Stimmung gemacht hat.

Wie schon immer steht das Einhaldenfestival unter den Stichworten: Kultur, Natur und Nachhaltigkeit. Neben dem Hofladen, in dem regionale und ökologische Produkte verkauft werden, wird es in diesem Jahr am Sonntag (29. Juli) nach einem Jahr Pause wieder eine Scheunenrunde geben. Dieses Mal spricht Johannes Heimrath (ab 13.15 Uhr), einer der Pioniere der Neuen Sozialen Bewegung in Deutschland, zum Thema „Enkeltaugliche Landwirtschaft“. Davor spielt das Salonorchester zum Weißwurstfrühstück (Einlass 10 Uhr, Beginn 11 Uhr). Den Abschluss des Einhaldenfestivals macht ab 14.30 Uhr die Stangenbohnenpartei mit Folk und Bluegrass.

Karten für das Einhaldenfestival gibt es ab 29 Euro (ermäßigt 23 Euro) im Vorverkauf bei der „Schwäbischen Zeitung“ unter Telefon 0751 / 29555777 oder unter tickets.schwaebische.de

An der Abendkasse zahlt man drei Euro mehr pro Ticket.

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