Wasserversorgung kostet immer mehr

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 Ein Tropfen Wasser kommt aus einem Wasserhahn. Die TWS sind dafür verantwortlich, dass das in Fronreute klappt.
Ein Tropfen Wasser kommt aus einem Wasserhahn. Die TWS sind dafür verantwortlich, dass das in Fronreute klappt. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
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Seitdem im Jahr 2007 der letzte eigene Wassermeister der Gemeinde Fronreute in den Ruhestand gegangen ist, übernehmen die Technischen Werke Schussental (TWS) seine einstigen Aufgaben. Und das lassen Sie sich von der Gemeinde bezahlen: Künftig soll die Gebühr für die sogenannte technische Betriebsführung der Wasserversorgung stetig steigen. Da die Gemeinde selbst eine solche professionelle Betriebsführung nicht leisten könne, wie ein Ratsmitglied sagte, stimmte der Gemeinderat der Verlängerung des Vertrags mit den TWS über 2020 hinaus aber zu.

Die TWS untersucht unter anderem das Rohrnetz von Fronreute auf Schäden – und hatte 2018 einen Negativ-Rekord zu vermelden. 15 Schadensfällen am Rohrnetz wurden festgestellt, so viele wie noch nie seit 2007. Doch ist diese Anzahl sei eben auf die aktive Rohrnetzanalyse zurückzuführen, hieß es in der Gemeinderatssitzung. Sonst hätte man die Defekte erst bei einem dann höheren Schaden entdeckt. Als erfreulich hingegen gilt, dass die Wasserverluste nach drei Jahren mit Spitzenwerten wieder deutlich zurückgegangen sind – auf knapp neun Prozent, was in Fachkreisen als ordentlicher Wert gelte. Auch dies sei auf die Rohrnetzkontrolle zurückzuführen.

Bei der Vorstellung des Jahresberichtes stellte der TWS-Bereichsleiter Netze, Michael Scheible, auch aktuellen Investitionen und Projekte vor – unter anderem das vollendete virtuelle Wasserverlust-Monitoring. Dabei wird an drei Messstellen im Gemeindegebiet mit Ultraschalltechnik der Wasserdurchfluss gemessen. Nimmt nun der Durchfluss zwischen zwei Messpunkten ab, lässt sich der Schaden vergleichsweise leicht finden.

Die TWS erneuert auch nach und nach die insgesamt 64 Kilometer an Wasserleitungen im Gemeindegebiet. Dieses Jahr steht eine Erneuerung im Gebiet Unterer Kirchberg in Fronhofen an.

Der einst aufgrund der damaligen Wettbewerbssituation sehr günstige Vertrag mit der TWS verteuerte sich schon mehrmals, weil die TWS auf eine für sie wirtschaftlichere Lösung bestehen müsse, so der kaufmännische Bereichsleiter des Versorgers, Anton Buck. Im Jahr 2012 lagen die jährlichen Gebühren noch bei 28 500 Euro, nun sollen sie ab 2020 stetig steigen, von zunächst 55 000 Euro auf 60 000 Euro ab 2023.

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