TWS erhellt Fronreuter Straßen

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Im Amtsdeutsch werden Laternen als „Lichtpunkte“ bezeichnet.
Im Amtsdeutsch werden Laternen als „Lichtpunkte“ bezeichnet. (Foto: cas)

Für vorerst drei Jahre übernehmen die Technischen Werke Schussental (TWS) die Betriebsführung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Fronreute. Dafür war bisher die Firma Netze BW zuständig, die diese Aufgabe aber nicht mehr fortführen will.

Die TWS wachsen über ihr Kerngeschäft als Versorger für die Städte Ravensburg sowie Weingarten hinaus und wachsen mehr und mehr auch in die Rolle als technischer Dienstleister in den Landgemeinden über das Schussental hinein. Was Fronreute angeht, so betreuen die TWS bereits seit 2012 die technische Betriebsführung beim Wasser, und fortan sind sie auch für die Straßenbeleuchtung zuständig.

Natürlich war die Kommune mit dem bisherigen Partner Netze BW nicht unzufrieden, die eine Tochterfirma des Energiekonzerns EnBW AG ist. Allerdings hat die EnBW den bisherigen Vertrag gekündigt, der für sie nicht mehr kostendeckend war. Nun hat die Gemeinde Fronreute neu ausgeschrieben, und vom Ergebnis her waren die TWS deutlich günstiger als das Angebot der Netze BW. Denn immerhin haben die TWS den Vorteil der lokalen Nähe. Und das wirkt sich natürlich insbesondere bei der Behebung von Störungen positiv aus, da die Anfahrt kürzer ist. Umgekehrt wird für die TWS diese Dienstleistung natürlich auch rentabler, wenn eine weitere Gemeinde dieses Angebot nutzt.

Nebenbei bemerkt ist die EnBW AG über ihre Tochter EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH mit einem Anteil von 25,1 Prozent auch Gesellschafter der TWS, die anderen Eigner sind die Städte Ravensburg und Weingarten.

Und was gehört alles zur technischen Betriebsführung der Straßenbeleuchtung? Letztlich geht es darum, dass alle 650 Lampen im öffentlichen Raum Fronreutes – offiziell heißt es „Lichtpunkte“ – zuverlässig leuchten. Und das bedeutet in erster Linie, dass die Straßenlampen je nach Jahreszeit früher oder später ein- und ausgeschaltet werden. Auch die Intensität kann variieren. Zudem übernehmen die Techniker der TWS nun die regelmäßige Wartung und die Erneuerung der Technik. Finanziell sieht das Angebot so aus, dass Fronreute für jeden Lichtpunkt eine jährliche Pauschale von fast 15 Euro bezahlt, in der Summe also knapp 9700 Euro. Die Ratsmitglieder stimmten der Vorlage von Bürgermeister Oliver Spieß einstimmig zu. Denn eine Wahrnehmung dieser Aufgabe durch den Fronreuter Betriebshof wäre letztlich nicht kostengünstiger.

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