Oliver Spieß bleibt Fronreutes Bürgermeister

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Oliver Spieß bleibt Bürgermeister von Fronreute.
Oliver Spieß bleibt Bürgermeister von Fronreute. (Foto: Philipp Richter)

Der alte Bürgermeister ist der neue Bürgermeister von Fronreute. Amtsinhaber Oliver Spieß ist bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag mit 92,68 Prozent im Amt bestätigt worden. Das entspricht 1343 Stimmen. Auf seine Gegenkandidatin Friedhild Anni „Fridi“ Miller entfielen 3,11 Prozent, was 45 Stimmen entspricht. Auf sonstige Personen, die auf den Wahlzettel geschrieben worden sind, entfielen 61 Stimmen (4,21 Prozent). Somit kann der 46-Jährige Familienvater aus Mochenwangen im Oktober in die dritte Amtszeit starten und weitere acht Jahre die Geschicke der Gemeinde Fronreute lenken.

Eine Überraschung war es nicht, dass Wahlvorstand Robert Scherrieb kurz nach 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Blitzenreute verkündet hatte, dass Oliver Spieß die Bürgermeisterwahl gewonnen hat. Ist es doch beinahe üblich, dass Amtsinhaber wiedergewählt werden. Eine der wenigen Ausnahmen war die Gemeinde Ebenweiler 2016, als Stefan Obermaier dem heutigen Bürgermeister Tobias Brändle unterlag.


Gibt weiter den Takt vor: Bürgermeister Oliver Spieß darf dirigieren.
Gibt weiter den Takt vor: Bürgermeister Oliver Spieß darf dirigieren. (Foto: Philipp Richter)

Eine kleine Überraschung gab es in Fronreute dann aber doch, die vor allem den wiedergewählten Bürgermeister besonders freute: Trotz des zurzeit stattfindenden Ravensburger Rutenfestes lag die Wahlbeteiligung bei dieser Wahl mit 39,06 Prozent ein paar Prozentpunkte über der bei der Wahl vor acht Jahren, als nur 32,7 Prozent zur Urne gingen. Damals fand das WM-Finale zwischen den Niederlanden und Spanien statt. Wahlberechtigt waren 3812, ins Wahllokal gingen 1489 Personen.

„Danke für dieses tolle Wahlergebnis“, sagte ein strahlender Oliver Spieß zufrieden. Er dankte vor allem seiner Familie („Manchmal kann die Familie bei solchen Terminen die Krise kriegen, aber jetzt stehen sie alle da. Das freut mich.“) und seiner Gemeindeverwaltung, ohne die nichts ginge („Mein Rathausteam – sorry für den Ausdruck – ist geil!“).

Das Dorfgemeinschaftshaus war voll, als bei Getränken und Häppchen gefeiert wurde. Viele Bürgermeister aus dem ganzen Landkreis, Landrat Harald Sievers, Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und der CDU-Landtagsabgeordnete August Schuler sind nach Blitzenreute gekommen, um dem Stimmenkönig zu gratulieren. Gegenkandidatin Fridi Miller ließ sich allerdings nicht blicken, auf deren Erwähnung ein paar Lacher im Publikum folgten.

Besondere Glückwünsche überbrachten die Gäste aus der Gemeinde Tarnowo-Podgórne in Polen, zu der Fronreute eine lebendige Partnerschaft pflegt. Ein ganzer Bus polnischer Gäste befindet sich während der gerade stattfindenden Begegnungswoche in der Gemeinde. Jung und Alt waren bei den Feierlichkeiten dabei. Der polnische Bürgermeister Tadeusz Czajka ließ seinem deutschen Kollegen die herzlichsten Glückwünsche überbringen. Als Überraschung setzte ihm eine Vertreterin der Gruppe einen goldenen Lorbeerkranz aus. Dazu gab es ein polnisches Ständchen. Am Ende des offiziellen Teils durfte der wiedergewählte Bürgermeister die beiden Musikkapellen der Gemeinde dirigieren.

Oliver Spieß ist katholisch und mit der Schmalegger Ortsvorsteherin Manuela Hugger verheiratet, mit der der Familienvater in einer Patchworkfamilie mit drei Kindern lebt. Er ist auch Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Ravensburger Kreistag und unter anderem Vorsitzender des Zweckverbandes Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg sowie des Gemeindeverwaltungsverbandes Fronreute-Wolpertswende.

Fronreute (ric) - Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag in Fronreute ist Amtsinhaber Oliver Spieß wiedergewählt worden. Bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Dorfgemeinschaftshaus in Blitzenreute, sind folgende Ergebnisse verkündet worden: Auf Oliver Spieß entfielen 1343 Stimmen, was 92,7 Prozent der abgegebenen Stimmen ausmacht; auf seine einzige Gegenkandidatin Fridi Miller entfielen 45 Stimmen, was 3,1 Prozent der abgegebenen Stimmen ausmacht. Sonstige Kandidaten bekamen insgesamt 61 Stimmen (4,2 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 39,06 Prozent.

Damit kann der 46-jährige Oliver Spieß in seine dritte Amtszeit starten. Die Amtszeit eines Bürgermeisters beträgt laut der Gemeindeordnung in Baden-Württemberg acht Jahre. Bewerber um ein Bürgermeisteramt dürfen das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Gewählt ist, wer die Mehrheit als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen kann.

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