Fronreute investiert in Personal an Schulen

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 An der Grundschule Blitzenreute wird das so genannte Jugendbegleiterprogramm sehr gut angenommen.
An der Grundschule Blitzenreute wird das so genannte Jugendbegleiterprogramm sehr gut angenommen. (Foto: Christoph Stehle)

Der Gemeinderat hat zugestimmt, die Zahl der Wochenstunden der Sekretärinnen an beiden Fronreuter Schulen zu erhöhen sowie die Aufwandsentschädigung für die Betreuung in Blitzenreute aufzustocken.

Gut angenommen ist an der Grundschule Blitzenreute die seit vier Jahren laufende Betreuung nach dem Unterricht, das so genannte Jugendbegleiterprogramm. Die Attraktivität hängt eng mit den Frauen und Männern zusammen, die diese Arbeit leisten. Und damit sich auch weiterhin geeignete Kräfte finden, hat der Gemeinderat nun in zwei Schritten zugestimmt, die Aufwandsentschädigung zu erhöhen. Bereits im Juli war eine Anhebung erfolgt, die aus Mitteln der Jugendstiftung BW bisher komplett gedeckt wird.

Nun erhöht Fronreute den Stundensatz für die Hausaufgabenbetreuung von zehn Euro auf zwölf Euro sowie für das Nachmittagsangebot von 8,50 Euro auf zehn Euro. Die Differenz ergibt sich lauf Rektorin Rafaela Straub daraus, dass die Hausaufgabenbetreuung täglich stattfindet und damit von den Aktiven einen höheren Aufwand verlangt. Dahingegen wechselt das Nachmittagsprogramm täglich, so dass hierfür oft nur ein Einsatz in der Woche erforderlich ist. Die Ratsmitglieder folgten dem Anliegen einmütig.

Mehraufwand für Organisation

Beide Grundschulen betrifft die Aufstockung der Arbeitsstunden für die jeweiligen Sekretärinnen. Bei beiden sind zuletzt erhebliche Überstunden angefallen, so dass auch dieser Schritt aus Sicht der Gemeinde Sinn macht. Nun stockt die Kommune den Beschäftigungsumfang für das Sekretariat in Blitzenreute von 11,0 auf 17,5 Wochenstunden sowie den in der kleineren Schule in Fronhofen von acht auf 12,5 Stunden auf.

Vor der Abstimmung hatte es im Rat noch Klärungsbedarf gegeben. So hatte Hans Breuninger vorgeschlagen, dem ursprünglichen Wunsch der Rektorinnen nach einer noch höheren Aufstockung nachzukommen, um so die Erreichbarkeit der Sekretariate zu garantieren. Umgekehrt hatte Florian Schmieder angeregt, die Erreichbarkeit durch einen effektiveren Einsatz elektronischer Kommunikationsmitttel zu verbessern.

Letztlich folgten die Ratsmitglieder aber dem Vorschlag und der Argumentation der Verwaltung. Bürgermeister Oliver Spieß zufolge beruht die Mehrarbeit in erster Linie darauf, um die Angebote über den Unterricht hinaus zu organisieren, angefangen von der Betreuung bis hin zum Mittagessen.

Rein formal wird an den Beschlüssen eine Besonderheit der Personalkosten an den Schulen deutlich: Während das Land für die Besoldung der Lehrkräfte quasi automatisch aufkommt, liegt es an den Kommunen, die zusätzlichen Stellen an den Bildungseinrichtungen zu bezahlen. Gemildert werden diese Kosten durch Zuschüsse wie die genannten aus der Jugendstiftung sowie Elternbeiträgen. Auch die Personalkosten für die Schulsozialarbeit werden vom Kommunalverband im Land sowie vom Landkreis erstattet.

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